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| Die Arbeitsgruppe für die Neubeschaffung des Fahrzeugs. Von links nach rechts: Vizekommandant Hansueli Heimberg, alt Gemeinderat Martin Steiner, Feuerwehrkommandant Kaspar Abegglen und der Atemschutzverantwortliche Urs Landolt. (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
Ringgenberg: Neues Ersteinsatzfahrzeug für die Feuerwehr
Nach rund anderthalbjähriger Beschaffungszeit ist am Samstag ein neues Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Ringgenberg-Goldswil-Niederried mit Atemschutzeinrichtungen für fünf Feuerwehrleute offiziell in Betrieb genommen worden.
Verkaufsleiter Jürg Vogt (rechts) von der Oberdiessbacher Vogt AG, übergibt dem Ringgenberger Feuerwehrkommandant Kaspar Abegglen (links) symbolisch einen Schlüssel für das neue Ersteinsatzfahrzeug.
ds. Feuerwehrkommandant Kaspar Abegglen zeigte sich bei der Übergabe vor dem Ringgenberger Feuerwehrmagazin auf der Anhöhe froh darüber, dass das 140 000 Franken teure Fahrzeug, das am meisten in Einsatz kommen werde, schneller und effizienter zum Einsatzort gelange und auch die Nachbargemeinden besser unterstützen könne. Das Fahrzeug hatte seine Feuertaufe bereits am 1. August bei einem kleineren Einsatz in Goldswil nach einem Flächenbrand bestanden. Die Vorgaben für den Kauf sind laut dem Kommandanten der Feuerwehr Ringgenberg-Goldswil-Niederried klar gewesen: Es sollte genügend Platz für das Atemschutzmaterial haben und als Transportmittel für fünf Feuerwehrleute dienen. Dabei könnten sich drei Feuerwehrleute während der Fahrt für den Einsatz ausrüsten. Das Gefährt sollte 3,5 Tonnen nicht übersteigen, damit es mit einem normalen Personenwagenausweis gefahren werden kann, ein Allradfahrzeug mit Differenzialsperre sein und ein Kostendach von 140 000 Franken einhalten.
Der Atemschutzverantwortliche Urs Landolt demonstriert wie schnell sich die während der Fahrt für den Einsatz ausgerüsteten Feuerwehrleute vom Sitz losschnallen können.
Das neue 3,5 Tonnen schwere Einsatzfahrzeug vom Typ Mercedes- Benz 315 CDI mit 150 PS der Feuerwehr Ringgenberg-Goldswil-Niederried ist ein Kastenwagen mit Allradantrieb, bietet zwei Feuerwehrleuten vorne und drei Feuerwehrleuten hinten im voll ausgerüsteten Atemschutzraum Platz. Es besitzt einen zirka vier Meter hohen Lichtmasten mit zwei Halogenscheinwerfern zu je 500 Watt, für neun Stunden komplette Atemschutzgeräte, für neun Stunden AS-Reserveflaschen, 320 Meter Feuerwehrschlauch mit einem Durchmesser von 40 Millimeter, Sanitätsmaterial und einen Defibrillator. Das Auto wurde von der Vogt AG Oberdiessbach ausgerüstet. Das neue Einsatzfahrzeug ersetzt einen 29 Jahre alten Chevrolet, der12 000 Kilometer zurückgelegt hat – mit einem V8-Motor, der seinen Dienst erfüllte. Es sei zunehmend schwieriger und teurer geworden, Ersatzteile für das Auto zu beschaffen. Die Feuerwehr Ringgenberg-Goldswil-Niederried der 69 Feuerwehrleute, wovon 19 dem Atemschutz angehören, besitzt vier Fahrzeuge. Das Einsatzgebiet umfasst drei Gemeinden mit ungefähr 3000 Einwohner und eine 15 Quadratkilometer grosse Fläche.
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