| Unterseen: Spitaldirektor Heinz Witschi tritt zurück Heinz Witschi, langjähriger Direktor des ehemaligen Spitals Meiringen und des Spitals Interlaken in Unterseen tritt Ende August 2010 zurück. Er ist in erhöhten Teilpensen weiterhin zuständig für die Geschäftsführung der Stiftung Sunneschyn Meiringen, des Gemeindeverbands Weissenau Unterseen sowie weiterer Institutionen des Gesundheits- und Fürsorgewesens im engeren Oberland.
Heinz Witschi tritt als Direktor und Geschäftsleitungsvorsitzender
der Spitäler FMI AG auf Ende August 2010 zurück. (Bild zvg)
pd/bns. Die Nachfolgeregelung bei der Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken (Spitäler FMI AG) ist laut einer Medienmitteilung noch offen: «Dank der frühzeitig bekannt gegebenen Demission bleibt dem Verwaltungsrat der Spitäler FMI AG genügend Zeit, die Planung über das weitere Vorgehen sowohl in organisatorischer als auch in personeller Hinsicht anzugehen.» Der Verwaltungsrat der Spitäler FMI AG bedauere den Rücktritt ihres Direktors und Geschäftsführers ausserordentlich. Er respektiere aber den Wunsch Heinz Witschis, sich nach langjährigem hohem Engagement zum Wohl des Gesundheitswesens im östlichen Oberland vom Spitalwesen zurückzuziehen: «Er dankt Heinz Witschi für seinen ausserordentlichen Einsatz und wünscht ihm schon heute viel Erfolg und Befriedigung in seinen neuen Aufgaben.»
Heinz Witschi ist laut einer Medienmitteilung seit rund 20 Jahren in führender Position im eng verknüpften regionalen Gesundheitswesen tätig: als Direktor des ehemaligen Bezirksspitals Oberhasli und heutigen Gesundheitszentrums Meiringen, als Direktor des aus dem Regionalspital Interlaken hervorgegangenen FMI-Spitals Interlaken, als Vorsitzender der Geschäftsleitung der Spitäler FMI AG, als nebenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung Sunneschyn Meiringen, als nebenamtlicher Geschäftsführer des Gemeindeverbands Weissenau Unterseen oder als Präsident der Spitex Meiringen. Hinzu kommen Aufgaben bei der Medas Interlaken GmbH (polydisziplinäre medizinische Gutachten), bei der Diagnostik AG FMI (MR-Betrieb), bei der Genossenschaft Spitalstrasse Meiringen (Liegenschaften) und in verschiedenen Stiftungen.
«Mit der Einführung des neuen bernischen Spitalversorgungsgesetzes, der Kantonalisierung der Akutspitäler Anfang 2007 und der damit einhergehenden grundlegenden Anpassung der Rechtsgrundlagen mussten die bisherigen, über Jahrzehnte eng zusammengewachsenen Institutionen im regionalen Spital- und Gesundheitswesen entflochten und neu organisiert werden», verlautet im weiteren: «Die ehemals für den Spitalbetrieb zuständigen Gemeindeverbände im Oberhasli und im Amt Interlaken wurden liquidiert, die Zuständigkeiten neu definiert und zur Übernahme der verschiedenen neuen Aufgaben rechtlich selbständige Institutionen gegründet. An all diesen umfangreichen und komplexen Arbeiten war und ist Heinz Witschi massgeblich beteiligt.»
Im Wissen darum, dass rechtlich selbständige Institutionen mit unterschiedlich zusammengesetzten Gremien im Laufe der Zeit eigene Interessen entwickelten – nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Rechtsgrundlagen und strategischen Zielsetzungen – hätten sich die einzelnen Institutionen seit geraumer Zeit mit neuen Lösungsansätzen befasst, heisst es in der Medienmitteilung. So habe die Behinderteninstitution Stiftung Sunneschyn Meiringen mit rund 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 16 Millionen Franken grundsätzlich beschlossen, die faktisch nebenamtliche Stelle des Geschäftsführers auf ein Anstellungspensum von mindestens 60 Prozent auszubauen und künftig auf eine Personalunion mit der Spitäler FMI AG zu verzichten. Der Gemeindeverband Weissenau Unterseen seinerseits beabsichtige, die zurzeit mit 15 Prozent dotierte Anstellung des Geschäftsführers auf 30 Prozent zu erhöhen: «Auch hier sprach sich der Vorstand kürzlich für eine organisatorische und personelle Entflechtung aus.» Vor diesem Hintergrund, aber auch aus persönlichen Gründen, habe sich der 57jährige Meiringer Heinz Witschi entschlossen, die operative Führung der Spitäler FMI AG auf Ende August 2010 abzugeben und sich künftig den verschiedenen Institutionen des Nicht-Spitalbereichs, insbesondere der Stiftung Sunneschyn Meiringen und dem Gemeindeverband Weissenau Unterseen (Vermögensverwaltung und Heim Weissenau), zu widmen.
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