| Trotz Investitionen Steuern in Niederried erneut gesenkt Die Steueranlage in Niederried wird von bisher 2,04 auf 1,99 Einheiten gesenkt: An der Gemeindeversammlung vom vergangenen Freitag präsentierte Gemeinderat Werner Frei den Voranschlag 2010 mit einer erneut gesenkten Steueranlage.
Vor der zweiten Amtsdauer: Gemeinderat Werner Frei, Gemeindepräsident Hans Studer, Gemeinderat Emil Huggler. (Bild zvg)
pd/bns. Das Niederrieder Budget weist bei einem Ertrag von 1,44 Millionen Franken ein Defizit von 76 400 Franken aus. Die höheren Abschreibungen als Folge der Investitionen wirken sich deutlich aus. Allerdings wird weiterhin mit einem stabilen Steuerertrag gerechnet. Dank des überdurchschnittlich hohen Eigenkapitals von mehr als 460 000 Franken ist das budgetierte Defizit problemlos tragbar.
Gemeindeverwalter Christian Hartmann, Niederried
Auch im kommenden Jahr sind erneut steuerfinanzierte Investitionen von rund 310 000 Franken eingeplant. Neben der beschlossenen Sanierung der Raindli-/Hegistrasse mit Kosten von 90 000 Franken wurden auch Planungswerte für den Seeuferweg nach Oberried sowie die weitere Sanierung des Schulhauses eingesetzt – insbesondere um die Auswirkungen (Abschreibungen, Fremdmittelbedarf und -finanzierung) berechnen zu können. Ob und wann diese zusätzlichen Investitionen ausgeführt werden ist noch offen und hängt unter anderem auch vom Rechnungsergebnis 2009 und den zu erwartenden Subventionen ab. In den gebührenfinanzierten Bereichen werden ebenfalls rund 300 000 Franken Investitionen geplant. Der grösste Brocken bildet dabei die Sanierung der Abwasserleitung im Gebiet des Bahnhofs.
Sanierung der Raindli-/Hegistrasse und der Wasserleitung
Die Raindli-/Hegistrasse bis zur Brücke über den Raindligraben soll für 160 000 Franken komplett saniert und die alte Graugussleitung der Wasserversorgung ersetzt werden. An vielen Stellen ist der Belag sowie der Untergrund in sehr schlechtem Zustand. Teilweise fehlt eine genügende Kofferung und die Entwässerung entspricht längst nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Die Stimmbürger haben den notwendigen Kredit für die Sanierungsarbeiten bewilligt. Im kommenden Jahr sollen diese Arbeiten ausgeführt werden.
Sanierung der Abwasserleitung beim Bahnhof
Das sehr ungünstige Gefälle, kombiniert mit einer zu grossen Rohrdimension, führt immer wieder zu einem Rückstau des Abwassers und damit zu unerwünschten Gärungsprozessen. Der damit verbundene zeitliche und finanzielle Aufwand ist enorm gross und kann auf die Dauer nicht hingenommen werden. Aus diesem Grund wurden verschiedene Sanierungsvarianten geprüft. Die Gemeindeversammlung bewilligte mit grossem Mehr einen Kredit von 260 000 Franken für den kompletten Neubau dieses Leitungsabschnitts. Das Gefälle wird deutlich verbessert und der Rohrdurchmesser verkleinert. Ebenfalls werden die Einlaufschächte neu erstellt damit das Abwasser möglichst ungehindert abgeleitet werden kann.
Behördenmitglieder wiedergewählt und Schulkommission ergänzt
Nach der diskussionslosen Anpassung der Gemeindeordnung haben die Stimmberechtigten sämtliche Bisherigen im Amt bestätigt und zusätzlich Susanna Haldimann-Jundt in die Schulkommission gewählt. Gemeindepräsident Hans Studer nimmt ebenso die zweite Amtsdauer in Angriff wie seine beiden Gemeinderatskollegen Werner Frei und Emil Huggler.
Jungbürgerehrung
Gemeindepräsident Hans Studer nahm zum Schluss der Versammlung verschiedene Ehrungen und Verdankungen vor. Die Jungbürgerinnen Soraya Frei und Giuseppina De Luca wurden geehrt und in den Kreis der Stimmberechtigten aufgenommen. Als kleines Geschenk haben sie neben dem Bürgerbrief und den Verfassungen einen Kinogutschein erhalten. Um 22.15 Uhr wurde die Versammlung mit den besten Wünschen für die Adventszeit und das neue Jahr geschlossen.
Musikalischer Einstieg in die Versammlung
Zu Beginn der Gemeindeversammlung hatten die Kinder der Schule Niederried den Stimmberechtigten einen schönen Ausschnitt aus ihrem Repertoire der Schulweihnachten geboten – dies als Dank für die schön sanierten Schulräume. Vor der Versammlung konnte sich die Bevölkerung von den geglückten Arbeiten überzeugen und die freundlichen Zimmer besichtigen. Bei einer Stimmbeteiligung von über 21 Prozent konnte Gemeindepräsident Hans Studer 49 Stimmberechtigte zur Versammlung im Schulhaus begrüssen.
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