| Einstellung der Impfstellen an den öffentlichen Spitälern Mit den regionalen Spitalzentren hat der kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud vereinbart, den Betrieb der Impfstellen gegen die pandemische Grippe (H1N1) 2009 «wegen der tiefen und vermutlich nicht mehr steigenden Nachfrage einzustellen».
pd/bns. Die Impfkampagne läuft laut einer Medienmitteilung weiter bei den Hausärzten: «Regierungsrat Philippe Perrenoud wiederholt seine Empfehlung, sich gegen diese Grippe impfen zu lassen.» Seit Dienstag 24. November 2009 laufe die Impfkampagne gegen die pandemische Grippe («Schweinegrippe» H1N1) 2009 für alle Impfwilligen. Dank dem Einsatz der Hausärzte sowie der Öffnung von Impfstellen an den regionalen Spitalzentren und einigen Hausärztenotfallstellen habe der Kanton Bern über hohe Kapazitäten zur Impfung der gesamten Bevölkerung verfügt. Das Ziel der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern sei es, allen Einwohnern des Kantons Bern, die es wünschten, bis Ende Dezember eine Impfung anzubieten. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion sei Mitte November davon ausgegangen, dass sich zirka ein Drittel der Berner Bevölkerung impfen lassen möchte: «Heute stellt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion fest, dass die Nachfrage deutlich unter den damaligen Annahmen geblieben ist und höchst wahrscheinlich auf einem tiefen Niveau bleiben wird.» Bisher seien dem Kanton Bern insgesamt rund 360 000 Dosen der drei Impfstoffe geliefert (Grossisten, sowie einige Spitäler, die zum Teil auch als Zwischenlager operieren): «Davon wurden 165 000 Dosen an Arztpraxen, Spitäler, Betriebe und Institutionen weitergeleitet.»
Diese Einschätzung der Nachfrage entspreche auch der Analyse des Bundesamtes für Gesundheit, das festgestellt habe, «dass die Bereitschaft in der Bevölkerung sinkt, sich impfen zu lassen. Bei einer Befragung zwischen 9. und 24. November hätten nur 12 Prozent angegeben, sich impfen lassen zu wollen. Bei Umfragen im Juni und im August seien es noch jeweils 30 Prozent gewesen: «Auf Grund dieser Entwicklungen und der vermutlich nicht mehr steigenden Nachfrage wurde vereinbart, den Betrieb der Impfstellen an den öffentlichen Spitälern einzustellen. In einzelnen Spitälern ist dies bereits erfolgt. Andere haben vor, ihre Impfstelle noch während einigen Tagen zu betreiben. Der Entscheid liegt im Ermessen der zuständigen Spitalleitung gemäss ihrer Einschätzung der regionalen Bedürfnisse.» Im Kanton Bern breite sich die Pandemie weiterhin aus: «Es gibt aber zunehmend Hinweise dafür, dass der Gipfel der Pandemiewelle demnächst erreicht oder sogar überschritten ist. In der Woche 49 wurden 201 neue bestätigte Fälle, zwei Häufungen und 17 Hospitalisationen von Patienten mit laborbestätigter pandemischer Grippe neu festgestellt.»
|