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Mittwoch 9. Dezember 2009
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«Dällebach»-Bronzestatue auf Werbetournee

Bei einer Auftaktveranstaltung zu einer Werbetournee für das Musical «Dällebach Kari» der Thuner Seespiele im kommenden Sommer (14. Juli bis 28. August 2010) ist in der Eingangshalle des Berner Rathauses eine 270 Zentimeter hohe und fast 400 Kilogramm schwere Bronzestatue des berühmten Berner Coiffeurs und Stadtoriginals enthüllt worden.

Die Dällebach-Statue ist enthüllt. Links der Gründer des Heimatland-Verlages Andreas Stucki, rechts der Kunstmaler und Bildhauer Hansruedi Wüthrich. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

ds/pd. Der Enthüllung der vom Berner Kunstmaler und Bildhauer Hansruedi Wüthrich geschaffenen Bronzestatue wohnten am Dienstag im Berner Rathaus über 200 Medienleute, Autoren, Komponisten, Musiker, Sänger und Schauspielern bei. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden erste Ausschnitte von «Dällebach Kari – das Musical» präsentiert. Das Musical, das der in Thun domizilierte neu gegründete Heimatland-Verlag zur Legende des berühmten Berner Coiffeurs zurzeit entwickle, soll im nächsten Sommer auf der Thuner Seebühne uraufgeführt werden. Der Heimatland-Verlag will nach Auskunft seines Gründers Andreas Stucki Kulturförderung betreiben: Mit dem Musical «Dällebach Kari» sei ein Drama mit viel Herz und Humor entwickelt worden und dafür seien beste internationale Macher engagieren worden. Für das Musical sei versucht worden, viele wahre Geschichten aus dem Geburtsort und den verschiedenen Orten, an denen Dällebach Kari gelebt und gewirkt habe, zusammenzutragen. So sei unter anderem anhand des Taufrodels festgestellt worden, dass das Geburtsdatum von Dällebach Kari bisher nicht richtig war: Er sei einen Tag früher auf die Welt gekommen. Die Geschichte des Dällebach Kari sei stark mit der Heimat verbunden und so dürften auch die Volkslieder bei der Aufführung nicht fehlen. Es soll ein volksnahes Musical geben, das eine breite Bevölkerung anspreche und sich 70 000 erwarteten Zuschauern ins Herz spiele.

Hanspeter Müller-Drossaart, der designierte Musical-Hauptdarsteller «Dällebach-Kari – das Musical»; Carin Lavay spielt Dällebachs grosse Liebe, die Fabrikantentochter Annemarie.

Unmittelbar nach der Präsentation im Berner Rathaus wurde die Bronzestatue wieder aus dem Rathaus abtransportiert. «Dällebach Kari – das Denkmal» gehe nun auf Werbetournee für «Dällebach-Kari – das Musical». Die erste von sechs Stationen sei die Französische Kirche. Dort werde das Monument anlässlich der von den Thuner Seespielen veranstalteten Weihnachtsgala «Musical and Christmas» – siehe auch Musical and Christmas 2009 der Thuner Seebühne vom Donnerstag 3. Dezember 2009 – plaziert. Danach soll das Denkmal bis 14. Juli 2010, also bis zur Uraufführung von «Dällebach Kari – das Musical» in Thun, weitere temporäre Standorte im Kanton Bern erhalten.

Dällebach Kari wird in einer Mediendokumentation als «eine Figur mit einer Aura, welche die Menschen bis heute in ihrem Innersten berührt» beschrieben: «Bis Ende der sechziger Jahre gab es eigentlich nur Witze von Dällebach Kari – und Menschen, die ihn noch selber und persönlich kannten. Dann nahm die Figur wieder Gestalt an und zwar in der Person des Schauspielers Walo Lüönd im berühmten Film von Kurt Früh anfangs der siebziger Jahre. Katja Früh, die Tochter des berühmten Regisseurs, die damals als 15jährige auf dem Filmdreh die Klappe anschlug, hat jetzt als Autorin ein berührendes Buch zu ‹Dällebach Kari – das Musical› geschrieben.»

Dällebach Kari  (1877 bis 1931)
Die Musicaluraufführung der Thuner Seespiele beruhe im Kern auf wahren Tatsachen, war am Dienstag im weiteren zu erfahren: «Der im Jahr 1877 in Walkringen als zweitjüngstes von neun Kindern geborene und in Biglen aufgewachsene Dällebach Kari besuchte die Schule in Kleinroth (Gemeinde Arni) und absolvierte nach einem guten Schulabschluss eine Coiffeurlehre in Worb. Anschliessend zog er als Geselle für einige Zeit nach Murten, bevor er sich im Jahr 1896 mit kurzen Unterbrüchen in Bern niederliess. Am 1. Juli 1900 konnte er als Meister seinen eigenen Salon an der Neuengasse eröffnen, den er bis zu seinem Tod führte. Gezeichnet durch eine Hasenscharte und den damit verbundenen Sprachfehler war Kari schon zu Schulzeiten ein Aussenseiter. Dieses Kennzeichen und sein niedriger gesellschaftlicher Status wurden ihm auch zum Verhängnis, als er sich im November 1900 in eine hübsche Fabrikantentochter, Annemarie, verliebte: Die gegenseitige Zuneigung wurde von den Eltern von Annemarie rasch unterbunden. Nach dieser Enttäuschung fand Dällebach Kari Trost im Alkohol, unter anderem in der direkt neben seinem Salon gelegenen Wirtschaft ‹Grünegg› an der Ecke Neuengasse/Waisenhausplatz. Dällebach Kari wurde dank seinem unermüdlichen Witz – durch den er vielleicht auch von seiner Hasenscharte abzulenken suchte – mit den Jahren zu einem Berner Stadtoriginal. Die Schlagfertigkeit des nie um ein Wort verlegenen Kari diente nicht zuletzt als Anziehungspunkt seines Geschäfts, in dem sämtliche gesellschaftlichen Schichten – vom einflussreichen Nationalrat und Bernburger bis zum mittellosen Landstreicher verkehrten. Bis heute sind die teils wahren, teils erfundenen Geschichten von Dällebach Kari in der ganzen Schweiz sprichwörtlich. Das Leben des berühmtesten Coiffeurs der Schweiz fand ein tragisches Ende. Dällebach Kari erkrankte schwer an Krebs und sprang am Abend des 31. Juli 1931 von der Kornhausbrücke in die Aare. Zehn Tage später, am 9. August wurde seine Leiche bei der Eymatt im Wohlensee gefunden.» Sein letzter Wunsch sei gewesen, dass man in Frohsinn und Geselligkeit an ihn zurückdenken sollte: «Zum Abschluss des Mahls, das wünsche ich mir ausdrücklich, singt für mich noch einmal ‹Wie die Blümlein draussen zittern›. Ich werde mein liebstes Lied hören.»

 

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