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Berner Oberland News – 14. Jahrgang
Mittwoch 30. Dezember 2009
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Seit Mitte Oktober 2008 ist es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News gekommen. Der Grund: Die im Sommer 2006 transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.



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Lauterbrunnen: Junger Engländer stark alkoholisiert

Der am letzten Montag im Lauterbrunnental tot aufgefundene englische Feriengast stand zum Todeszeitpunkt unter starkem Alkoholeinfluss. Gestützt auf die umfangreichen bisherigen Ermittlungen gehen die Untersuchungsbehörden von einem Unfall aus. Die Freigabe der Leiche erfolgte heute Mittwochnachmittag.

pkb/bns. Der 23jährige Myles Robinson – siehe auch Lauterbrunnen: Vermisster tot aufgefunden vom Dienstag 29. Dezember 2009 – war im steilen, unwegsamen Gelände zwischen Wengen und dem Dorf Lauterbrunnen über eine hundert Meter hohe Felswand gestürzt – starb an den Folgen der dabei erlittenen schweren Verletzungen. Nach heutigem Kenntnisstand ist nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei der Mann am frühen Morgen des 22. Dezember 2009 im Gebiet «Steinhalten» im damals schneebedeckten, steilen und unwegsamen Gelände zu Fall gekommen und schliesslich über die rund hundert Meter hohe Fluh gestürzt: «Dabei hat er sich tödliche Verletzungen zugezogen.» Die Obduktion habe keine Hinweise auf Dritteinwirkung ergeben. Der Leichnam weise gemäss Vorprobe einen Alkoholgehalt von rund zwei Promille auf: «Ein erstes Testergebnis auf Drogen fiel negativ aus. Die Frage, warum sich der junge Mann nachts ins Gelände ausserhalb des Dorfes begeben hat, kann wohl kaum jemals mit Sicherheit beantwortet werden.»

Beim Auffinden der Leiche trug diese laut einer Medienmitteilung keine Schuhe und nur eine Socke. Die zweite Socke lag oberhalb des Fundortes. Diese Bekleidungsgegenstände habe der Mann beim Sturz und Fall im Gelände verloren. Ein Turnschuh sei im Gelände oberhalb der Felswand aufgefunden worden: «Die Suche nach dem zweiten Turnschuh des Todesopfers wird sobald es die Witterung zulässt und sich bei der Suche keine Personen in Gefahr begeben, aufgenommen.» Das ebenfalls in der Nähe des Leichnams gefundene Mobiltelefon habe inzwischen als dasjenige des Engländers identifiziert werden können: «Eine Ortung zu diesem Telefon war nur in der ersten Phase der Suchaktion erfolgreich. Damals ergab sich der Standort ‹Wengen›.» Eine Peilung, die einen genaueren Standort ergeben hätte, sei wegen des inzwischen leeren Akkus nicht mehr möglich gewesen.

Der seit Montag 22. Dezember 2009 in Wengen vermisste junge Feriengast war nach Angaben der Untersuchungsbehörden letztmals kurz nach zwei Uhr früh beim Verlassen einer Bar gesehen worden: «Grossangelegte Suchaktionen im Gelände und aus der Luft mit Bergspezialisten, Einsatz von Helikoptern, Wärmebildkameras und Suchhunden, weitere polizeiliche Ermittlungen sowie ein Aufruf in der Bevölkerung hatten vorerst zu keinem Ergebnis geführt.» Eine Woche später, am Montagnachmittag 28.  Dezember 2009, sei durch ein privat organisiertes Suchteam in der Nähe von Lauterbrunnen in einem bewaldeten Abhang unter einer hundert Meter hohen Felswand eine tote Person entdeckt worden: «Das Todesopfer konnte von dort wegen der akuten Steinschlag- und Eisschlaggefahr nur unter schwierigsten Bedingungen geborgen und ins Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern gebracht werden. Der tote Mann wurde als der vermisste englische Staatsangehörige identifiziert.» – In einem Anhang an die Medienmitteilung raten die Untersuchungsbehörden dringend davon ab, sich ins Gebiet der Absturz- und der Fundstelle zu begeben: «Es herrscht wegen den hohen Temperaturen akute Steinschlag- und Eisschlaggefahr.»
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