| Teilverkauf der Energie Thun AG wuchtig abgelehnt Mit 84,3 Prozent Nein-Stimmen haben die Thuner Stimmberechtigten einen Teilverkauf der Energie Thun AG an die BKW abgelehnt: 11 932 Nein standen 2214 Ja (15,7 Prozent) gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,33 Prozent. Damit bleibt die Energie Thun AG vollständig im Besitz der Stadt Thun.
pd/bns. Die Abstimmung erfolgte laut einer Medienmitteilung aufgrund eines von den Gewerkschaften und der SP ergriffenen Referendums gegen einen Stadtratsbeschluss vom 18. September letzten Jahres. Formell hiess das Stadtparlament damals mit 21 gegen 16 Stimmen eine Reglementsänderung gut, die es ermöglicht hätte, bis 49 Prozent der Aktien der Energie Thun AG an privatrechtliche Organisationen zu verkaufen, und nicht, wie bisher, nur an öffentlichrechtliche Dritte. Der Verkauf von 49 Prozent der Aktien der Energie Thun AG, die vollständig im Besitz der Stadt Thun ist, hätte dieser 75,46 Millionen Franken eingebracht. Mit der BKW FMB Energie AG wurde, unter Einbezug der Energie Thun AG, vom Gemeinderat ein Verkaufsvertrag ausgehandelt, der auch zahlreiche Details der künftigen industriellen Kooperation regelte. Er kann nun wegen der fehlenden reglementarischen Rechtsgrundlage nicht vollzogen werden und fällt demnach dahin. Heute liefert die BKW der Energie Thun AG 80 Prozent des Stroms.
Die BKW FMB Energie AG (BKW) ihrerseits nimmt das Abstimmungsergebnis von Thun in einer Stellungnahme zur Kenntnis und bedauert, dass die Stimmbürger von Thun die Offerte der BKW an die Stadt Thun für die Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent an der Energie Thun AG abgelehnt haben: «Die BKW wird selbstverständlich ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Energie Thun AG weiterführen und auch künftig mit den vertraglich vereinbarten Stromlieferungen zur Versorgungssicherheit der Stadt Thun beitragen.»
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