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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Samstag 21. Februar 2009
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Unterflursammelstelle für Wertstoffe hat sich bewährt

Für Wertstoffe existiert in Thun bereits seit November 2007 eine Unterflursammelstelle bei der Migros Dürrenast. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat der Thuner Gemeinderat beschlossen, das System im ganzen Stadtgebiet etappenweise einzuführen. In einem ersten Schritt für Wertstoffe, in einem zweiten dann für Hauskehricht in Gebührensäcken.

pd/bns. Altglas, Blech- und Aluminiumdosen sowie Hauskehricht können laut einer Medienmitteilung rund um die Uhr entsorgen können - und dies ohne Lärm- und Geruchsbelästigungen und bei insgesamt tieferen Kosten: Dies wird dank Unterflursammelstellen mit unterirdischen Containern auch in der Stadt Thun möglich. Das neue System, das auch zu einem verbesserten Stadtbild und Sicherheitsgefühl beitrage, soll schrittweise in Zusammenarbeit mit der AG für Abfallverwertung (Avag) eingeführt werden.

Mit den neuen Unterflursammelstellen seien in verschiedenen . Städten gute Erfahrungen gemacht worden, geht aus der Medieninformation im weiteren hevor: «Nun werden sie auch in den Thuner Quartieren installiert: in den Boden eingebaute, bis fünf Kubikmeter fassende Container, in die Wertstoffe oder Hauskehricht in Gebührensäcken fast zu jeder Tages- und Nachtzeit entsorgt werden können. Oberirdisch bietet sich ein aufgeräumtes, optisch ansprechendes Bild, sind doch lediglich verschiedenfarbig markierte, schlichte Einwurfsäulen aus rostfreiem Stahl zu sehen.»

Wertstoffsammelstellen: Umrüstung 2009 bis 2012
In einem ersten Schritt werden laut der Medienmitteilung ab dem laufenden Jahr bis ins Jahr 2012 die Wertstoffsammelstellen kontinuierlich auf das Unterflursystem umgerüstet: «Bereits hat das städtische Tiefbauamt alle 19 Wertstoffsammelstellen nach Sammelmengen, Eignung für das neue System und Zufahrtsverhältnissen für das künftige neue Entleerungsfahrzeug überprüft.» Vier Sammelstellen sollen demnach wegen zu kleiner Sammelmengen aufgehoben, drei jedoch neu eingerichtet werden: «Insgesamt zehn Standorte erhalten Unterflurcontainer. Die andern werden mit einem neuen Überflursystem mit modernen, einheitlich gestalteten Containern ausgerüstet.»

In einem zweiten Schritt soll die Entsorgung des Hauskehrichts modernisiert, und zwar zunächst in grossen Neuüberbauungen, paralell dazu auch in der Innenstadt: «Die erste Unterflursammelstelle für Hauskehricht wird in diesem Jahr in der Innenstadt realisiert, weitere ab 2010 auch in Neuüberbauungen. Die Anzahl künftiger Standorte richtet sich einerseits nach dem Bedarf seitens der Liegenschaftsbesitzer und andererseits nach der Machbarkeit auf öffentlichen oder privaten Grundstücken. Für die Leerungen des Hauskehrichts aus den Unterflursammelstellen wird anstelle eines neuen Wechselladekippers ein Lastwagen mit Kran- und Muldenaufbau angeschafft.»

Investitionen teils über Grundgebühren finanziert
Die Investitionen für die Umstellung auf das neue System sollen bei den Wertstoffsammelstellen stadtseitig aus den Abfall-Grundgebühren und den Erlösen aus der Wertstoffsammlung finanziert werden, verlautet im weiteren. Einen entsprechenden (gebundenen) Kredit in der Höhe von 560 000 Franken habe der Thuner Gemeinderat für die Umrüstung während der nächsten vier Jahre bewilligt: «Entlastet wird die Stadt Thun durch die Leistungen der Avag, die die neuen Überflurcontainer, die Sammeltransporte, den Unterhalt der Container sowie einen Anteil an die Unterfluranlagen bezahlt. Kostensenkend für die Stadt wirkt sich unter anderem auch die Tatsache aus, dass ab Juli dieses Jahres 30 Stellenprozente bei den Lastwagenfahrern eingespart werden können. Diese Reduktion kann durch einen internen Wechsel im Tiefbauamt aufgefangen werden. Die Unterflursammelstellen für Hauskehricht sollen grundsätzlich mit Grundeigentümerbeiträgen finanziert werden.
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