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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Samstag 21. Februar 2009
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Nach Mitte Oktober 2008 kann es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News kommen. Der Grund: Die vor zweieinhalb Jahren transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.



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Weniger Unfälle und weniger Tote und Verletzte im Strassenverkehr

Rückgang bei den Strassenverkehrsunfällen, Rückgang bei den Verletzten und nicht zuletzt konnte laut Unfallstatistik der Kantonspolizei Bern im Jahr 2008 die Zahl der Todesopfer auf das Rekordtief von 43 gesenkt werden.

pkb/bns. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Kanton Bern (inklusive Stadt Bern) 6737 Verkehrsunfälle und unterschritt damit zum dritten Mal hintereinander die 7000er Grenze. Gegenüber dem Jahr 2007 entspricht dies einer Abnahme um 1,9 Prozent oder um 130 Unfälle. Die Altersgruppe zwischen dem 20. und dem 24. Lebensjahr verursachte mit 15,1 Prozent am meisten Unfälle, gefolgt von den 25 bis 29jährigen mit 11,5 Prozent der Unfälle. Die Altersgruppe der über 65jährigen verursachte mit 25,0 Prozent die meisten Unfälle mit Todesfolge.

Der Rückgang der Unfallzahlen wirkte sich auch auf die Anzahl der Verletzten positiv aus. Insgesamt verletzten sich im vergangenen Jahr 3336 Menschen bei Unfällen, das sind 5,5 Prozent oder 194 weniger als im Vorjahr. Konkret wurden 2178 (2329) Personen bei Unfällen innerorts, 787 (801) ausserorts, 334 (368) auf Autobahnen und 37 (32) auf Autostrassen verletzt.

Auch bei der Anzahl der Todesopfer hielt die positive Tendenz an. Die Zahl sank um sechs auf ein Rekordtief von 43 tödlich Verletzten. 23 Menschen starben als Autoinsassen, sieben bei Unfällen mit Motorrädern über 125 Kubikzentimeter, vier als Velofahrer und neun als Fussgänger. Zehn der Todesopfer waren nicht angegurtet oder trugen keinen Helm.

Örtlich gesehen sank die Zahl der Todesopfer bei Unfällen innerorts von 25 auf 18 und auf Autobahnen von fünf auf drei Personen. Ausserorts stieg sie von 18 auf 20 an, auf Autostrassen um ein Todesopfer auf zwei.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 1972 mit 248 den Höchststand erreicht hatte. 1993 sank sie mit 83 erstmals unter 100. In den letzten Jahren sank die Zahl kontinuierlich (2005: 51, 2006: 51, 2007: 49). Im Jahr 2008 konnte dieser Wert nun deutlich unterschritten werden.

Eine positive Entwicklung stellt man bei den Unfällen innerorts fest: Sie sanken um 137 auf 4494 Unfälle. Dies entspricht einer Abnahme um drei Prozent. Im Ausserortsbereich wurde der Vorjahresstand von 1309 Unfällen um 75 auf 1234 Unfälle gesenkt. Gestiegen sind dagegen die Unfälle auf Autostrassen von 62 auf 73 und auf Autobahnen von 865 auf 936. Auf diesen Strassen ist nach wie vor der ungenügende Abstand die häufigste Unfallursache.

Weniger Todesopfer bei Zweiradunfällen
Bei den Zweiradfahrern wurde insgesamt ein erfreulicher Rückgang der tödlich Verletzten von 45,0 Prozent von 20 auf elf Getötete festgestellt. Auch die Zahl der Verletzten sank von 1362 im Jahr 2007 auf 1240 im 2008. Bei Velounfällen starben vier Personen (Vorjahr neun). In den Kategorien Motorfahrrad, Kleinmotorrad und Motorrad bis 125 Kubikzentimeter mussten keine Todesopfer beklagt werden (Vorjahr drei). Bei den Unfällen mit Motorrädern über 125 Kubikzentimeter starben sieben Personen (Vorjahr acht). Betrachtet man die 534 an Unfällen beteiligten Motorradfahrer (bis 125 Kubikzentimeter und über 125 Kubikzentimeter) nach dem Verursacherprinzip, stellt man fest, dass 311 oder 58,0 Prozent von ihnen den Unfall verursacht haben.

Weniger Kinderunfälle
Erfreulich ist auch der Rückgang der Kinder, die sich bei Unfällen verletzt hatten von 236 auf 213. Wie im vorangegangenen Jahr erlitt ein Kind tödliche Verletzungen. 50,0 Prozent aller verunfallten Kinder waren mit dem Felo unterwegs.

Zwei Todesopfer auf Fussgängerstreifen
Im letzten Jahr verunfallten insgesamt 293 Fussgänger gegenüber 320 im Jahr 2007, was einem Rückgang um 8,4 Prozent entspricht. 123 Fussgänger (Vorjahr 132) verunfallten auf Fussgängerstreifen, zwei Personen (Vorjahr drei) erlitten tödliche Verletzungen.

Vortritt als Hauptunfallursache
Das Missachten des Vortritts war auch im letzten Jahr mit 15,0 Prozent die häufigste Unfallursache (Vorjahr 15,7 Prozent). Mit 14,9 Prozent (Vorjahr 13,1 Prozent) hat die Geschwindigkeit als Unfallursache beinahe aufgeschlossen. Insbesondere in den Wintermonaten wurde die Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse nicht oder nur ungenügend angepasst. Zu nahes Aufschliessen (insbesondere auf Autobahnen), Fehler beim Links/Rechtsfahren und ungenügende Aufmerksamkeit sind weitere Unfallursachen. Die Einwirkung von Alkohol steht an sechster Stelle.

Weniger alkoholisierte Fahrzeugführer
Im Jahr 2008 sank die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss von 688 auf 666, was einer Abnahme um 3,3 Prozent entspricht. Die Zahl der Verletzten verzeichnete ebenfalls eine Abnahme um 29 auf 299 (8,8 Prozent). Dagegen stieg die Zahl der tödlich verletzten Personen von fünf auf acht an.
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