Der Thuner Jean Ziegler erhält den Thunpreis
Jean Ziegler, international bekannter Soziologe, langjährige SP-Nationalrat und streitlustiger Buchautor erhält den Thunpreis. Der Thunpreis, bestehend aus einer schlichten Draht-Skulptur des Wimmiser Künstlers Erich Oetterli, wird Ziegler am 17. März im Rahmen einer Feier mit Familienangehörigen, Freunden, Behördenmitgliedern und weiteren Gästen im Rathaus übergeben.
pd/bns. Der Thuner Gemeinderat verleiht laut einer Medienmitteilung «dem international wohl bekanntesten Thuner» Jean Ziegler: «Mit der Auszeichnung würdigt die Thuner Stadtregierung insbesondere Jean Zieglers mutiges und kämpferisches Engagement gegen den Hunger auf der Welt, sein Wirken im beratenden Ausschuss des Uno-Menschenrechtsrates sowie in der UN-Task-Force für humanitäre Hilfe im Irak. Dass der unermüdliche Einsatz des überzeugten Sozialisten Jean Ziegler weit über die politischen Lager hinaus Anerkennung findet, beweist nach Ansicht des Thuner Gemeinderates dessen hohe Glaubwürdigkeit in seinem Einsatz für zentrale Anliegen der Menschheit.»
Im Thuner Lauenenquartier aufgewachsen
Im Jahr 1934 als Hans Ziegler geboren und wuchs Ziegler im Thuner Lauenenquartier auf. In seiner Progyzeit gehörte er mit Begeisterung den Kadetten an und war 1949 sogar Kadetten-Hauptmann. Seine Schwester Barbara war ebenfalls politisch engagiert: 1980 war die Freisinnige die erste Thuner Stadtratspräsidentin.
Mitglied des Menschenrechtsrates
Seit dem Jahr 2002 als Genfer Soziologie-Professor pensioniert und seit Ende letzten Jahres nicht mehr Uno-Sonderberichterstatter, kämpfe Jean Ziegler weiterhin mit aller Kraft für seine Anliegen, verlautet im weiteren: «Noch bis Ende März gehört er dem beratenden Ausschuss des im Jahr 2006 geschaffenen Uno-Menschenrechtsrates an, in den er vor einem Jahr gewählt worden ist. Auch ist er Mitglied der Bürger- und Menschenrechtsorganisation ‹Business Crime Control›.»
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