Neue Durchgangszentren für Asylsuchende
In kurzfristig belegbaren und geeigneten Anlagen in Reichenbach, Lützelflüh, Rüegsau, Krauchthal, Riggisberg und Bremgarten sollen ab Februar neue Durchgangszentren für Asylsuchende im Verfahren eröffnet werden.
pd/bns. Nach Prognose des Bundesamtes für Migration haben die Kantone laut einer Medienmitteilung in den nächsten Monaten weiterhin mit einer höheren Zahl von Asylsuchenden zu rechnen. Nachdem der Regierungsrat im Oktober 2008 fünf Gemeinden im Kanton Bern verpflichtet habe, Asylsuchende in Zivilschutzanlagen unterzubringen, reichten die bestehenden Unterbringungskapazitäten im Kanton kurzfristig nicht mehr aus: «Die Polizei- und Militärdirektion sieht vor, kurzfristig belegbare und geeignete Anlagen in Reichenbach, Lützelflüh, Rüegsau, Krauchthal, Riggisberg und Bremgarten als Durchgangszentren für Asylsuchende im Verfahren zu eröffnen.»
Die kurzfristige Eröffnung von Durchgangszentren in Zivilschutzanlagen in den Gemeinden Bern, Biel, Uetendorf und Köniz im Oktober 2008 habe bis Ende Jahr zu einer Entspannung der Unterbringungssituation der Asylsuchenden im Kanton geführt, verlautet im weiteren: «Mittlerweile muss aufgrund der Prognosen des Bundesamtes für Migration davon ausgegangen werden, dass die bestehenden Unterbringungskapazitäten im Kanton kurzfristig nicht mehr ausreichen.» Dem Kanton Bern sollen nach Planung des Bundes in den nächsten Monaten wöchentlich etwa 74 Personen zugewiesen. Damit werde der Bestand an Personen des Asylbereichs, die im Kanton untergebracht werden, monatlich um 100 bis 200 Personen zunehmen. Heute seien die bestehenden Zentrenplätze bereits zu über 87 Prozent belegt.
«Die Polizei- und Militärdirektion sieht deshalb vor, vorerst in weiteren Gemeinden geeignete und rasch verfügbare Unterkünfte zu eröffnen, welche von Partnerorganisationen des Kantons betrieben und vom Kanton finanziert werden», heisst es in der Medienmitteilung. Die Rahmenbedingungen lege die Polizei- und Militärdirektion mit den betroffenen Gemeinden fest: «Dem Amt für Migration und Personenstand obliegt anschliessend die operative Umsetzung.» Um eine möglichst gleichmässige Verteilung von Durchgangszentren in den Regionen des Kantons zu erreichen, würden die benötigten zusätzlichen Zentren in erster Linie in bisher wenig betroffenen Regionen eröffnet. Folgende Anlagen sollen in Betrieb genommen werden: Im Februar 2009 Zivilschutzanlagen in den Gemeinden Reichenbach, Lützelflüh und Rüegsau, im März 2009 in Krauchthal und in Riggisberg sowie später bei Bedarf in der Gemeinde Bremgarten.
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