Baugesuch für Laufwasserkraftwerk eingereicht
Die Simmentaler Kraftwerke AG hat beim Wasser- und Energiewirtschaftsamt des Kantons Bern das Gesuch für die Konzession und den Bau eines Laufwasserkraftwerks zur Nutzung des Laubeggfalls in der Garstatt, Gemeinde Boltigen, eingereicht.
pd/bns. Das Wasserkraftwerk soll laut einer Medienmitteilung das Gefälle von 27 Meter der Simme zur Stromproduktion nutzen: «Die Anlage wird die lokale Stromproduktion erhöhen und einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des Simmentals mit einheimischer und erneuerbarer Energie leisten.»
Das Wehr und die Wasserfassung des Wasserkraftwerks Laubeggfall werden nach Angaben des Hauptaktionärs BKW FMB Energie AG im Simmebett, zirka 35 Meter unterhalb der bestehenden Kantonsstrassenbrücke errichtet. Das Wasserkraftwerk Laubeggfall soll eine Generatorenleistung von rund 2,85 Megawatt – das heisst nicht ganz drei Tausendstel der Leistung eines Kernkraftwerks der 1000-Megawatt-Klasse (zum Beispiel von Gösgen) – und eine mittlere Jahresproduktion von zirka 12 Gigawattstunden aufweisen: «Die Stromproduktion kann den jährlichen Strombedarf von rund 2500 Haushalten decken. Der erzeugte Strom wird in die bestehende 16-Kilovolt-Leitung der BKW eingespeist. Die Bau- und Montagezeit dauert voraussichtlich zwei Jahre.»
Die Simmentaler Kraftwerke AG mit Sitz in Erlenbach nutzt laut der Medienmitteilung die öffentlichen Gewässer des Simmentals und des Diemtigtals sowie das Wasser der Stockenseen: «Aktionäre sind die BKW (Hauptaktionär), die Elektrizitätsgesellschaft Stockenseen-Simme sowie Gemeinden und Private. Die Geschäfts- und Betriebsführung ist der BKW übertragen. Die BKW übernimmt auch die gesamte Stromproduktion der Simmentaler Kraftwerke. Rund 70 Prozent der jährlichen Stromproduktion werden direkt im Simmental verbraucht.»
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