Stadt Thun bekämpft die organisierte Bettelei
Die Tätigkeiten organisierter Bettlerbanden, Rosenverkäufer und unechter Strassenmusikanten in der Thuner Innenstadt hat nach Auffassung der Behörden ein erträgliches Mass überschritten. Die Stadt Thun sagt deshalb diesen Tätigkeiten den Kampf an.
pd/bns. Unter dem Titel «Adios» startet laut einer Medienmitteilung die Stadt Thun in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei ein Präventionsprojekt: «Die Massnahmen sind aber nur von Erfolg gekrönt, wenn die Bevölkerung mithilft, indem sie auf das Verteilen von Almosen verzichtet.»
Die Stadt Thun kenne kein Bettelverbot, heisst es im weiteren: «Dennoch hat sie den Auftrag, Massnahmen zu ergreifen, wenn die öffentliche Ordnung gestört und/oder Passanten genötigt werden. Wer in den letzten Wochen durch die Thuner Innenstadt flaniert ist, kam des öfteren mit organisierten Bettlern, aggressiven Rosenverkäufern oder unechten Strassenmusikanten in Kontakt. Leider sind auch vermehrt Taschendiebstähle zu verzeichnen.»
Das Gewerbeinspektorat und die Kantonspolizei mussten laut der Medienmitteilung in den letzten Wochen zahlreiche Klagen von Bürgern und Geschäftsleuten entgegennehmen: «Um die unerfreuliche Entwicklung zu stoppen, wird die Stadt Thun in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei das Präventionsprojekt ‹Adios› starten. Folgende Ziele stünden im Vordergrund: Verhindern von Straftaten, Täterermittlung und Festnahmen, Bekämpfung von Auswüchsen, Auswirkungen in stadtverträglichem Rahmen halten, Ausbeutung verhindern (unter anderem Kindesschutz), Passanten und Bevölkerung sensibilisieren sowie Sicherheit der Bevölkerung und der Passanten erhöhen.
Appell an Bevölkerung und Passanten: «Verteilen Sie keine Almosen!» Ein stadtverträgliches Gleichgewicht könne nur hergestellt werden, wenn die Bevölkerung und die Passanten ihren Beitrag leisteten, verlautet abschliessend: «Auf das Verteilen von Almosen an organisierte Bettlerbanden und Rosenverkäufer sowie Strassenmusikanten, die den Namen nicht verdienen, muss ab sofort verzichtet werden.»
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