Gletschersee: Gefährdung noch nicht ganz eliminiert
Trotz einer merklichen Entspannung in den vergangenen Wochen kann nach Angaben der regionalen Führungsorganisation (RFO) Bödeli hinsichtlich der Situation beim Gletschersee Grindelwald von einer vollständigen Elimination der Gefährdung noch nicht gesprochen werden.
pd/bns. Die seit Mai 2009 entstandenen Abläufe erweisen sich laut einer Medienmitteilung zwar als einigermassen stabil: «Es ist aber keineswegs ausgeschlossen, dass einer oder mehrere Abflüsse wieder verstopfen. Das unter dem Gletscher vermutete gespeicherte Wasser, aber auch andere Ereignisse können
nach wie vor zu kritischen Situationen führen.»
In der zweiten Hälfte Mai 2009 habe mit Ereignissen gerechnet werden müssen, welche das Bödeli in weniger als zwei Stunden hätten treffen können, verlautet im weiteren: «Wegen diesen kritischen Zeitverhältnissen wurde quer über die Piste des Flugplatzes Interlaken eine erste permanente Sperre mit Betonblöcken errichtet.» Eine Wiederholung ähnlich kritischer Situationen erscheine zurzeit wenig wahrscheinlich. Aus diesem Grunde sollen die Elemente auf der Piste vor Ende Juli 2009 entfernt. Dadurch könne das Grenzwachtkorps, das ab 3. August 2009 geplante Fahrtraining auf der permanent eingerichteten Strecke ohne Behinderung durchführen: «Die für diesen Abschnitt vorgesehenen mobilen Sperren sind
aber vor Ort eingelagert und erlauben im Ereignisfall die zuverlässige Absperrung.»
Die übrigen Massnahmen – besonders die «Staukragen» mit Betonblöcken an den beiden Lütschinenbrücken in Bönigen – bleiben laut der Medienmitteilung voraussichtlich bis gegen Mitte September 2009 unverändert: «Sollte die Situation am Gletschersee Grindelwald erneut kritisch werden, so wird die Bevölkerung über die bekannten Kanäle orientiert.»
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