| Schwarzwaldalp: Beitrag an die historische Säge An der jüngsten Vorstandssitzung der Regionalgruppe Interlaken-Oberhasli des Berner Heimatschutzes ist auf der Schwarzwaldalp im Reichenbachtal ein Check von 8000 Franken für dringende Arbeiten an der historischen Säge überreicht worden.
pd/bns. Die in den neunziger Jahren sorgfältig restauriert Säge sei schon nach wenigen Jahren vom Hausschwamm befallen worden, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Obfrau Franziska Brändli freute sich, dem Stiftungsratspräsidenten Guido Schilling nun einen Beitrag überreichen zu dürfen, der teilweise aus dem Legat Schnorf und teilweise aus grosszügigen Spenden von Mitgliedern zusammengekommen ist.»
An der anschliessenden Sitzung gab es einmal mehr viel Positives aus der Region Interlaken-Oberhasli zu berichten: «Der Hohbühlpavillon am Harder ist nach dem Brand in altem Glanze wiedererstanden und bei verschiedenen Bauvorhaben in Beatenberg, Grindelwald und Iseltwald konnten die Bauberater in den Verhandlungen gestalterische Verbesserungen erzielen. Die Aktion zur Erhaltung der Holzschindeldächer war auch im Jahr 2008 sehr erfolgreich und die entsprechenden Beiträge können demnächst ausbezahlt werden.» Besonders gefreut habe den Vorstand, dass ein Objekt seines Kollegen Tamino Cordeiro auf dem Beatenberg neu ins Angebot «Ferien im Baudenkmal» des Schweizer Heimatschutzes aufgenommen worden sei.
Immer öfter würden die Heimatschutz-Bauberater mit Projekten für Sonnenkollektoren konfrontiert, heisst es im weiteren: «Nun hat der Schweizer Heimatschutz dazu einen hilfreichen Leitfaden herausgegeben. Denn auch bei einer grundsätzlich positiven Einstellung zur Nutzung von erneuerbaren Energien können solche Kollektoren bei Schutzobjekten zu echten Zielkonflikten führen. Berücksichtigt man die Tatsache, dass von den rund 360 000 Gebäuden im Kanton Bern nur rund 1,2 Prozent unter Denkmalschutz stehen, so gibt es genügend alternative Möglichkeiten für die Montage von Sonnenkollektoren. Diese gilt es prioritär zu nutzen, bevor man dazu Denkmalschutzobjekte in Betracht zieht. Denn Denkmalschutz ist, wie eine interessante Umfrage zum Kulturverhalten der Schweizer Bevölkerung ergeben hat, nicht Selbstzweck. Weit oben auf der Beliebtheitsskala steht das Besichtigen von Denkmälern und historischen Stätten.» Das gleiche gelte gerade im Berner Oberland auch für die Touristen: «Sie kommen nicht wegen irgendwelchen Wohnsiedlungen oder Einfamilienhausquartieren in unsere Region, sondern wegen der grossartigen Landschaft und den traditionellen Dorfbildern. Wer es nicht glaubt, studiere die Prospekte und Kalender unserer Tourismusorganisationen.»
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