Artos-Ferienwoche in Engelberg
Engelberg war Anfang Juni das Reiseziel der Bewohner des Alters- und Pflegeheims Artos in Interlaken: «Die bereits traditionelle Ferienwoche wird allen als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben», schreibt die Heimleitung.
pd. Der Bericht im Wortlaut: «It’s heaven – mit diesem Slogan wirbt der Ferienort Engelberg um Gäste und liegt damit nicht weit von der Realität entfernt. Uns kam jedenfalls der Aufenthalt wie im Paradies vor und Engeln begegneten wir während der Ferienwoche immer wieder.
In dem von Franziskanerschwestern geführten St.-Josefshaus fühlten wir uns von der ersten Minute an willkommen. Ein feines Mittagessen stand bei unserer Ankunft bereit und während wir uns von der Reise erholten, wurde von fleissigen Frauenhänden unbemerkt unser Gepäck verräumt. Während der ganzen Woche erfuhren wir diese stille Aufmerksamkeit und alle unsere Anliegen und Wünsche fanden Gehör. Die freundliche und verständnisvolle Dienstbereitschaft fasste ein Heimbewohner in einem Gedicht zusammen, das den Schwestern beim Abschied als Dank überreicht wurde.
Im hohen Alter verreisen, ist mit einigem Aufwand verbunden. Das Betreuerinnen-Team vom Artos hat aber bereits Routine im «Ferienmachen» und weiss, was es alles braucht, damit sich auch Pflegebedürftige an einem fremden Ort wohl fühlen. Sie beweisen jeweils grosse Flexibilität beim Improvisieren im ungewohnten Umfeld und lassen sich auch von engen Zimmern, hohen Badewannen oder steilen Treppentritten nicht aus der Ruhe bringen. Die Nachwache leistet ihre Engelsdienste selbstverständlich über mehrere Etagen und findet die Bewohnerzimmer im verwinkelten Haus, als wäre es Alltagsgeschehen. Allerdings überraschen auch die Heimbewohner mit mehr Anpassungsfähigkeit, als vermutet. Das zeigt sich dann zum Beispiel darin, dass der Rundgang durchs 500jährige Talmuseum samt allen Schwellen gemeistert wird, eine Bergbahnfahrt auf 1600 Meter Höhe möglich wird und auch das spätere Abendessen und Zubettgehen keinen Protest auslöst.
Dass sich unsere über jundertjährige Heimbewohnerin zur Teilnahme an der Ferienreise entschloss, freute nicht nur uns, sondern erstaunte auch die Mitarbeiter des Gästehauses. Kurzerhand organisierten sie den Besuch des Regierungsstatthalters und der Frau Talamme, wie man die Gemeindepräsidentin dort nennt. Und so überreichten Vertreter des Ferienortes unserer Heimbewohnerin einen Blumengruss von Engelberg und dankten uns herzlich für unseren Besuch in ihrem Tal.
Kein Wunder, dass auch bei durchzogenem Wetter die Stimmung bei den Teilnehmenden fast immer im Hoch lag, viel gelacht und gesungen und mach einer sogar ein wenig übermütig wurde. Ferien vom Heim – ein wertvolles Erlebnis für alle. Herzlichen Dank allen, die durch freiwillige Mitarbeit und diverse Spenden zum Gelingen beigetragen haben.»
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