84. Generalversammlung der Kraftwerke Oberhasli AG
Mit 2264 Gigawattstunden (GWh) hat die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) im Jahr 2008 das viertbeste Jahresergebnis in ihrer Stromproduktion seit 1932 erreicht. pd/bns. Das Spitzenergebnis konnte laut einer Medienmitteilung aufgrund überdurchschnittlicher Wasserzuflüsse und eines optimalen Pumpspeicherbetriebs erreicht werden: «Das Produktionsergebnis ist um so erfreulicher, als es trotz grösserer Revisionsarbeiten in den Kraftwerken Grimsel, Hopflauenen und Innertkirchen erzielt werden konnte.»
Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Gesamtumsatz der KWO nach ihren Angaben um 8,3 Prozent auf über 141 Millionen Franken. Dies ist vor allem auf die Umsatzsteigerung bei Grimsel Hydro sowie auf den Pumpenbetrieb zurückzuführen. Der Cashflow beträgt 33,4 Millionen Franken, der Jahresgewinn wie im Vorjahr 7,07 Millionen Franken.
Insgesamt habe die KWO im vergangenen Jahr 49,6 Millionen Franken investiert, 35,9 Prozent mehr als im letzten Jahr: «Investiert wurde hauptsächlich in Retrofitprojekte, Generalrevisionen in verschiedenen Kraftwerken und den Bau einer neuen gasisolierten 150-Kilovolt-Schaltanlage in Innertkirchen. Knapp elf Millionen Franken entfielen nach KWO-Angaben auf Projekte im Rahmen des Investitionsprogramms «KWO plus». Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Jahr 2008 auf rund 450, verteilt auf 296 Vollzeitstellen, gegenüber 291 im Vorjahr. Dazu gehörten auch 13 Ausbildungsplätze.
Personelle Veränderungen und Gesamterneuerungswahlen
Anstelle des zurücktretenden Renatus Gallati wählte laut der Medienmitteilung die Generalversammlung Werner Luginbühl, Ständerat aus Krattigen in den Verwaltungsrat. Renatus Gallati gehörte dem KWO-Verwaltungsrat 23 Jahre an. Alle anderen Mitglieder des Verwaltungsrates wurden im Amt bestätigt. Präsident bleibt Peter Schmid, das Vizepräsidium übernimmt Andres Türler.
Investitionsprogramm «KWO plus»
Nach dem Entscheid des Bundesgerichts bestehe nun Klarheit über das weitere Vorgehen im Investitionsprogramm «KWO plus», verlautet im weiteren: «Für die drei Hauptprojekte, die Grimselseevergrösserung, das Umwälzwerk Grimsel 3 und die Aufwertung der Kraftwerke Innertkirchen 1 und Handeck 2, werden Konzessionsgesuche eingereicht.» Die KWO rechne damit, dass die Konzessionsgesuche im ersten Quartal 2010 eingereicht werden könnten. Verwaltungsratspräsident Peter Schmid: Obwohl der Entscheid nicht überraschend gekommen sei, «hat er uns doch geärgert». Gestützt auf Rechtsgutachten und nach Rücksprache mit den kantonalen Behörden sei man davon ausgegangen, dass für die Erhöhung der Staumauern des Grimselsees eine Baubewilligung genüge. Die KWO habe in keiner Weise einer Konzessionsänderung ausweichen wollen. Nun gelte es nach vorne zu sehen. Die Erstellung der entsprechenden Gesuchsakten sei bereits weit fortgeschritten: «Auch in den Gewässerfragen sind die wichtigsten fachlichen Abklärungen bereits erfolgt und der Aufbau eines Schutz- und Nutzungsplans für die Gewässer wurde schon vor einiger Zeit begonnen.» KWO-Direktor Gianni Biasiutti sieht die Zukunft der Projekte wieder optimistisch. Ob die KWO auch wirklich vorwärtskomme, hänge jetzt wesentlich von der Rolle des Kantons ab, namentlich von der Wirkung der von der Energiedirektorin geführten Begleitgruppe.
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