| Bahnübergang «Laubegg» wird nicht aufgehoben Der Bahnübergang «Laubegg» auf der Simmentalstrasse bei Zweisimmen soll nicht wie geplant aufgehoben werden. Der Bund kann laut einer Medienmitteilung dem Kanton Bern die dafür nötige Rodungsbewilligung aus rechtlichen Gründen nicht erteilen. Als Alternative will der Kanton nun die Lage des Niveauübergangs optimieren und die Strasse ausbauen.
kkb/bns. In einem Schreiben informierte laut der Medienmitteilung die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer die Bergregion Obersimmental-Saanenland über die geplante Aufhebung des Bahnübergangs «Laubegg» bei Zweisimmen. Im Zuge des Ausbaus der Simmentalstrasse habe der Kanton, den Bahnüberang mitsamt der sanierungsbedürftigen Laubeggbrücke aufheben wollen. Die Kantonsstrasse sollte auf ein neues Trassee auf der rechten Seite der Simme verlegt werden und eine weniger unfallträchtige Linienführung erhalten.
Für den Bau der neuen, rund 700 Meter langen Strasse müssten Wald gerodet und eine neue, rund 70 Meter lange Brücke gebaut werden, verlautet dazu. Für die Rodung sei eine Bewilligung des Bundesamtes für Umwelt erforderlich: «Im Juli 2008 hatte das Bundesamt dem Kanton Bern mitgeteilt, dass die Bewilligung bei entsprechenden ökologischen Ersatzmassnahmen erteilt werden kann, wenn nachgewiesen wird, dass der Niveauübergang zwingend aufgehoben werden muss.» Weitere rechtliche Abklärungen hätten jedoch ergeben, dass es keine zwingenden Gründe für die Aufhebung des Bahnübergangs gebe. Daher könne der Bund die Rodungsbewilligung nicht erteilen.
«Angesichts der Rechtslage hat die Baudirektorin entschieden, auf die geplante Aufhebung des Bahnübergangs zu verzichten», heisst es in der Medienmitteilung: «Als Alternative sollen nun die Laubeggbrücke neu gebaut, die Lage des bestehenden Bahnübergangs optimiert und die Strasse bis zur Abzweigung nach Grubenwald ausgebaut und mit einem Radstreifen versehen werden.» Das Projekt soll so rasch wie möglich aufgelegt und in den Jahren 2011 und 2012 realisiert werden: «Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer zeigte sich überzeugt, dass auch damit ein wichtiger Beitrag zu einer attraktiveren Erschliessung des Obersimmentals und des Saanenlandes geleistet werden kann.»
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