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| Abzweigung Wittimatte: Die stillgelegte alte Linie rechts, links ein Zug der Wengernalpbahn auf der neuen Linie. (Bild zvg) |
Wengernalpbahn baut die alte Linie zurück Die aus der Gründerzeit stammende alte Linie der Wengernalpbahn (WAB) von der Abzweigung bei der Wittimatte oberhalb von Lauterbrunnen bis zum Bahnhof Wengen soll noch in diesem Jahr abgebrochen werden. Der Beginn des Rückbaus ist auf Ende Juni angesetzt.
pd/bns. Mit ihrer starken Steigung von 25 Prozent sowie den Sicherheitsrisiken durch Stein- und Eisschlag eignet sich der laut einer Medienmitteilung der Jungfraubahnen schon seit einigen Jahren kaum mehr benutzte Streckenabschnitt nicht mehr für den geschäftsmässigen Personentransport. Zudem wären für einen Weiterbetrieb der aus dem Jahr 1893 stammenden Strecke grössere Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten an der Infrastruktur erforderlich.
Die Arbeiten im Umfang von 600 000 Franken umfassen laut der Medienmitteilung im wesentlichen den Abbruch des Oberbaus mit Schienen und Stahlschwellen sowie das Entfernen der Fahrleitung: «Das Alteisen wird fast vollumfänglich recycelt. Im Bereich der Wittimatte wird zur Verbesserung der Bewirtschaftersituation der Bahndamm entfernt und die freiwerdende Landfläche rekultiviert. Mit dieser Massnahme können die heute getrennten Parzellen wieder miteinander verbunden werden.»
Im Jahr 2008 hätten die Verantwortlichen Bau und Technik der Jungfraubahnen die Rückbauplanung für in Angriff genommen, wird in der Medienmitteilung erinnert. Anfänglich habe die Absicht bestanden, den Rückbau gleich im Frühling 2009 in Angriff zu nehmen: «Auf Grund dringlicher Investitionen in die Betriebssicherheit und in Dienstleistungseinrichtungen wurde diese Absicht im Rahmen der Investitionsplanung erstmals zurückgestellt. Im Rahmen einer detaillierten Ressourcenplanung hat der Verwaltungsrat der Jungfraubahn Holding AG nun entschieden, den Rückbau der Linie trotzdem im Jahr 2009 vorzunehmen.»
Zahlen und Fakten. Baujahr alte Linie 1893. Ersetzt durch neue Linie ab dem Jahr 1910. Streckenlänge zirka 1900 Meter. 250 Tonnen Stahl. Zirka 100 Holz- und Stahlmasten. Steigung: grossenteils 25 Prozent. Rückbaubewilligung erteilt am 10. März 2009. Rückbaukosten: 600 000 Franken. Rückbauzeit zirka drei Monate.
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