| Kraftwerk Stechelberg: Verlängerung der Konzession befürwortet Der Regierungsrat des Kantons Bern beantragt dem Grossen Rat, die Konzession des Wasserkraftwerks Stechelberg um weitere 40 Jahre zu verlängern.
kkb/pd. Eine nachhaltige Nutzung der Wasserkraft entspreche den Zielen der Energiestrategie 2006, heisst es in einer Medienmitteilung. Als Ausgleich soll ein 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Weissen Lütschine mit einem Nutzungsverbot belegt werden.
Das Kraftwerk Stechelberg nutze seit dem Jahr 1905 die Wasserkraft der Sefinenlütschine, wird in der Medienmitteilung erinnert. In den vierziger Jahren sei es erstmals ausgebaut und in den siebziger Jahren vollständig umgebaut worden Die bestehende Konzession ist 2005 abgelaufen. Gemäss dem Antrag des Regierungsrats an das Kantonsparlaments soll sie nun um weitere 40 Jahre verlängert werden.
Die maximale genutzte Wassermenge werden mit 2,3 Kubikmeter pro Sekunde und die maximale Leistung des Kraftwerks mit 4,3 Megawatt angegeben. Das Konzessionsgebiet umfasse die Weisse Lütschine auf einer Länge von 1,6 Kilometer und die Sefinenlütschine. Während die Sefinenlütschine im bisherigen Rahmen für die Stromproduktion genutzt werden soll, werde die Weisse Lütschine mit einem Nutzungsverbot belegt: «Dies ist im Rahmen der Schutz- und Nutzungsplanung nach dem schweizerischen Gewässerschutzgesetz als Ausgleichsmassnahme für den Verzicht auf eine Wasserabgabe an der Wasserfassung entschieden worden.» Damit bleibe die Weisse Lütschine als natürliches Ökosystem erhalten. Überdies müsse das Elektrizitätswerk Lauterbrunnen verschiedene Gebiete ökologisch aufwerten: «Unter diesen Voraussetzungen ist das Projekt umweltverträglich.»
Nach Ansicht des Regierungsrats entspricht ein Weiterbetrieb des Kraftwerks einer nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft und stehe im Einklang mit der Energiestrategie 2006. Diese fordere explizit den optimalen Erhalt bestehender und den Ausbau neuer Wasserkraftwerke: «Mit einer Produktion von 21,6 Gigawattstunden pro Jahr ist das Kraftwerk Stechelberg für die Stromversorgung des Lauterbrunnentals unentbehrlich.»
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