Ballenberg: «Nie auf den Lorbeeren ausruhen»
Die Geschäftsleitung des Schweizerischen Freilichtmuseums für ländliche Kultur Ballenberg konnte dem Stiftungsrat einmal mehr einen erfreulichen Geschäftsbericht vorlegen. 268 930 Besucher, ausgeglichene Jahresrechnung, erfolgreiches Jahresthema, Präsentation des umgebauten Hauses von Matten, Seidenraupen sind nur einige Stichworte der Saison 2008.
An der alljährlichen Stiftungsratsversammlung unter dem Vorsitz von alt Nationalratspräsident Hanspeter Seiler, durften laut einer Medienmitteilung die Mitglieder mit Genugtuung davon Kenntnis nehmen. In seiner Begrüssungsrede wies der Stiftungspräsident darauf hin, dass Erfolg immer auch Qualität voraussetze: Geschicktes Marketing, stetes Bemühen, besser zu werden und jedes Jahr etwas Neues zeigen: « Auf dem Ballenberg stimmen Qualität und Quantität.»
Rund 50 Mitglieder des Stiftungsrates hiessen die Jahresrechnung 2008 mit einem Aufwand von 6,7 Millionen Franken und einem Ertragsüberschuss von 4698 Franken gut, ebenso den Jahresbericht.
Der Stiftungspräsident erinnerte an die verstorbenen Stiftungsratsmitglieder Franz Beeler, Richard Spaltenstein, Rudolf Stückelberger und François Wasserfallen. Die Versammlung wählte Arnoldo Coduri neu in den Stiftungsrat.
Dass sich der Ballenberg nicht auf Lorbeeren ausruhen wolle, zeigte laut der Medienmitteilung die Geschäftsleitung in einem kurzen Ausblick: «Der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes geht zügig voran, so dass die Eröffnung der Ausstellung der schweizerische Volksmusikinstrumente und Trachten in der jetzigen Verwaltung im Chalet Schafroth planmässig im Frühjahr 2010 erfolgen kann. Mit der Übernahme eines Stalles aus Vals (Graubünden) wird ein erster Grundstein in der bisher verwaisten Bündner Kammer gelegt.»
Die jetzige Saison stehe im Zeichen «Faszination Seide – vom Kokon bis zum Seidentuch», verlautet im weiteren: «Seit Mitte Mai kann man den Weg vom Ei zur millimetergrossen Raupe, vom Pflücken der Maulbeerblätter über das Futtern der Raupe bis zum Spinnen der Kokons beobachten und man kann das Abwickeln des Seidenfadens, das Zwirnen, Färben und Weben vor Ort verfolgen.»
Im Anschluss an die Sitzung hielt die Musikethnologin Brigitte Bachmann-Geiser einen spannenden Vortrag über die Sammlung schweizerischer Volksmusikinstrumente, musikalisch begleitet von Paolo Imola.
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