| Feuerwehrkurse für Einsatzleiter und Gruppenführer Bereits zum zweiten Mal haben in Ringgenberg im Auftrag der Abteilung Feuerwehr der Gebäudeversicherung des Kantons Bern fünftägige Kurse für Einsatzleiter 1 und Gruppenführer stattgeffunden. Zwanzig Feuerwehren und drei Betriebsfeuerwehren aus den Inspektionskreisen Oberhasli Brienz, Interlaken, Frutigen Niedersimmental und Seftigen Trachselwald nahmen mit einer Frau und 43 Männern teil.
Löschangriff auf dem Aellmetli in Ringgenberg. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)
ds. In diesem Jahr sind in zwei Klassen zwölf Einsatzleiter sowie in vier Klassen 32 Gruppenführer durch eine Feuerwehrinstruktorin und fünf Feuerwehrinstruktoren unterrichtet worden. Als Kursziel bezeichnete Feuerwehrinspektor Andreas Banholzer, Kurskommandant aus Innertkirchen, dass der angehende Gruppenführer den Gerätefachdienst beherrsche: «Er kennt die Sicherheitsvorschriften und kann diese durchsetzen, er kann eine Gruppe auftragbezogen führen (Befehlsgebung, Meldewesen) und kann in der Feuerwehr als Ausbildner eingesetzt werden.» Der angehende Einsatzleiter 1 beherrsche die Führungs- und Einsatzgrundsätze im Rettungs-, Brandbekämpfungs- und Ölwehrdienst auf Stufe Zug: «Er kann entsprechende Einsätze erfolgreich führen und ist zudem in der Lage, bei grösseren Ereignissen Führungsaufgaben zu übernehmen (Erst- und Teileinsätze) und er kann in der Feuerwehr als Ausbildner eingesetzt werden.»
Rettung neben Leitern auch über vorhandene Feuerleitern.
Die Kurskosten von 35 000 Franken werden von der Gebäudeversicherung direkt bezahlt und die indirekten Kurskosten von ungefähr 45 000 Franken wie Lohnersatz, Reisespesen und Essenskosten werden von den Feuerwehren, den Gemeinden und den Betrieben übernommen. Benutzt wurde Feuerwehrmaterial der Feuerwehr Ringgenberg, Goldswil, Niederried und der Bödelifeuerwehr.
Bei verschiedenen Objekten wurden heute Freitag Schadenereignisse geübt, unter anderem bei einer brennenden Scheune mit Tierrettung (die Tiere wurden von Feuerwehrleuten dargestellt) oder einem Brand in der Reception des Hotels Bären mit Evakuierung von Hotelgästen, weiter bei der Holzbau von Allmen AG und der Migrol-Tankstelle. Anhand des angenommenen Brandes in der Reception des Hotel Bärens erläuterte Hauptmann Daniel Banholzer aus Innertkirchen, Feuerwehrinstruktor der Klasse Einsatzleiter 1 gegenüber beo-news das Szenario: Da die Rettung wegen Rauch nicht über das Treppenhaus respektive den Gang erfolgen könne, würden die Gäste einerseits über Leitern oder wenn vorhanden über Feuerleitern gerettet. Im weiteren werde die Ausbreitung des Feuers ins offenen Treppenhaus unter Einbezug eines Atemschutztrupps gestoppt , und zugleich werde versucht das Restaurant zu schützen. Bei allen Einsätzen gälten immer der Grundsatz und der Auftrag der Feuerwehr: «Unter Beachtung der eigenen Sicherheit gilt es zu retten, zu halten, zu löschen und Folgeschäden zu vermeiden: «Bei den Prioritäten gilt es zuerst Menschen, dann Tiere, weiter die Umwelt und erst an vierter Stelle Sachwerte zu retten.» Die taktischen Grundsätze: Rechtzeitig genügend Mittel aufbieten, eine offensive Taktik anstreben, Schlüsselstellen sind einsatzentscheidend, einheitliche Angriffsrichtung, Innenangriff, Folgeschäden vermeiden.
|