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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Freitag 1. Mai 2009
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Naturschutzgebiet Kanderdelta: Besucher besser informieren

Mit neuen Informationsstelen und einem Informationsteam vor Ort lenkt das kantonale Naturschutzinspektorat die Aufmerksamkeit auf die Naturschönheiten des Kanderdeltas. Gleichzeitig wirbt es bei den Besuchern um Verständnis für die neuen Verhaltensregeln.

Eine der neuen Informationsstelen im Kanderdelta. (Bild zvg)

pd/bns. Das Informationssystem im Kanderdelta ist laut einer Medienmitteilung ein Pilotprojekt für andere Naturschutzgebiete im Kanton Bern. Nur gerade zwei Prozent der Fläche des Kantons Bern stünden unter Naturschutz: «Damit seltene Tiere und Pflanzen hier überleben können, müssen die Besucher sich rücksichtsvoll verhalten. Mit einem neuen Informationssystem will das kantonale Naturschutzinspektorat sie dazu motivieren: Schlanke Stelen heissen die Gäste im Gebiet willkommen, die Besonderheiten werden kurz vorgestellt und eine Karte hilft bei der Orientierung.»

Im Naturschutzgebiet Kanderdelta komme das neue Informationssystem im Rahmen eines Pilotprojekts erstmals zur Anwendung, verlautet im weiteren: «Die Besucher erfahren hier, wie der seltene Regenpfeifer lebt, warum eine Aue ein wertvoller Lebensraum ist und wie das Kanderdelta entstanden ist. Zudem wird in diesem Jahr regelmässig ein vierköpfiges Informationsteam vor Ort sein, um Fragen zu beantworten, auf die Naturschönheiten aufmerksam zu machen und die neuen Verhaltensregeln zu erläutern.»

Das Kanderdelta bei Spiez sei die einzige noch verbliebene hochdynamische Deltaaue im Kanton Bern, wird in der Medienmitteilung erinnert: « Auf einer Fläche von 36 Hektaren findet sich eine grosse ökologische Vielfalt: Stehende und fliessende Gewässer, Sand- und Kiesbänke sowie ein geschlossener Auenwald. Seltene Vogel- und Reptilienarten leben hier ebenso wie eine einzigartige Pflanzenwelt. Gleichzeitig ist das Kanderdelta aber auch ein Freizeitparadies für die Bevölkerung in der Region.» Damit Natur und Mensch auch in Zukunft aneinander vorbeikommen, habe der Regierungsrat Ende 2008 die Schutzvorschriften angepasst: «Die Natur erhält im rückwärtigen Teil des Deltas Ruhezonen, die Menschen dürfen das Ufer weiterhin zum Baden und Bräteln nutzen.»
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