| Stadt Thun: Der Entlastungsstollen ist bereit Der Grundstein für einen besseren Hochwasserschutz in der Region Thun ist gelegt: Am Freitag ist der neue Entlastungsstollen eröffnet worden. Das 53,5 Millionen Franken teure Bauwerk ist in der Schweiz einzigartig und ein eigentliches Pionierwerk im Hochwasserschutz.
kkb/bns. Bei der Eröffnung des Stollens sprach die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin, Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer, von einem denkwürdigen Anlass und einem Freudentag für die Region: «Künftige Geschichtsschreiber werden den Entlastungstollen in einem Atemzug zusammen mit der Umleitung der Kander, der Erweiterung des Stadtgrabens und der Aarekorrektur nennen.» Mit dem Entlastungsstollen sei der entscheidende Schritt beim Hochwasserschutz in Thun gelungen. Der 1,2 Kilometer lange lange Stollen sei in der Schweiz einzigartig und ein eigentliches Pionierbauwerk im Hochwasserschutz.
Anlass für den Bau des Stollens sei das in der Medienmitteilung als verheerend bezeichnete Hochwasser im Jahr 1999 gewesen. Damals hätten Kanton, Bund und Gemeinden die Planungsarbeiten für einen besseren Hochwasserschutz aufgenommen: «Mehrere Möglichkeiten wurden geprüft, der Bau eines Entlastungsstollens zwischen dem Schiffahrtskanal und dem Kraftwerk hat sich als die beste Lösung erwiesen. Der Stollen hat einen Durchmesser von 5,4 Meter und verläuft bis zu 15 Meter unter der Erdoberfläche. Im Normalfall ist der Stollen nicht in Betrieb; er wird nur bei sich abzeichnender Hochwassergefahr geöffnet. Seine maximale Abflusskapazität liegt bei rund 100 Kubikmeter pro Sekunde. Das Betriebsreglement stellt sicher, dass bei einer Öffnung des Stollens die Gemeinden unterhalb von Thun nicht zusätzlich zu Schaden kommen.»
Mit dem Bau begonnen worden sei im Dezember 2006: Im Herbst 2008 wurden die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen und im Frühjahr 2009 der Stollen erfolgreich auf seine Funktionsfähigkeit getestet, wird in der Medienmitteilung erinnert.
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