Erneut mehr Arbeitslose im Kanton Bern
Die Zahl der bernischen Arbeitslosen ist im Februar 2009 um 372 auf 12 615 (Schweiz +3972 auf 132 402) gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch von 2,3 auf 2,4 Prozent (Schweiz von 3,3 auf 3,4 Prozent). pd. Die Zahl der Stellensuchenden stieg um 652 auf 17 948 Personen. Die Gesuche zur Einführung von Kurzarbeit nahmen erneut stark zu. Die 304 Gesuche betrafen insgesamt 6200 Beschäftigte (Januar 189 Gesuche, 3852 Beschäftigte). In 20 von 26 Amtsbezirken stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 4,5 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Amtsbezirk Oberhasli mit 1,1 Prozent. Die stärkste Zunahme verzeichnete der Amtsbezirk Bern (+171 auf 4058 Personen, 2,9 Prozent Arbeitslosenquote). Tabelle Arbeitslosigkeit nach Amtsbezirken (Februar 2009) (PDF, 17 KB)
Der Wirtschaftsabschwung hat zu einer weiteren Zunahme der Arbeitslosenzahlen geführt. Die stärkste Zunahme verzeichnete die Altersgruppe der 25- bis 49jährigen (+276 auf 7514 Personen), gefolgt von den 15- bis 24jährigen (+68 auf 2413 Personen). Bei den Personen über 50 Jahre stieg die Zahl um 28 auf 2688. Die Zahl der arbeitsuchenden Schüler und Studenten nahm leicht ab (–10 auf 249). Jedoch stieg im Vergleich zum Vormonat die Zahl der arbeitsuchenden Lehrlinge (+17 auf 333) an.
Besonders betroffen von der konjunkturellen Abschwächung sind die metallverarbeitende Industrie (+86 auf 1243), der Handel (+71 auf 1745) und der Bereich Verkehr, Nachrichtenübermittlung (+69 auf 664). In fast allen Branchen führte die verschlechterte Wirtschaftslage zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit, ausser in der öffentlichen Verwaltung (–29 auf 388) und im Unterrichtswesen (–14 auf 301).
Bei den Männern stieg die Zahl der Arbeitslosen um 247 (+3,3 Prozent) auf 7649, bei den Frauen stieg sie um 125 (+2,6 Prozent) auf 4966. Mit 8021 Personen waren 262 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern stieg die Zahl um 110 auf 4594. Von den 17 948 Stellensuchenden (+652 oder +3,8 Prozent) gingen 2799 Personen (+55) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 935 Personen (+25) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 286 (+32) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 15,6 Prozent (Vormonat 15,9) in einem Zwischenverdienst. 5,2 Prozent (Vormonat 5,3) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,6 Prozent (Vormonat 1,5) eine Weiterbildung.
Im Laufe des Februars haben 304 Firmen, vorwiegend aus Industrie und Baugewerbe, ein Gesuch zur Einführung von Kurzarbeit eingereicht. Betroffen sind 6200 Mitarbeiter. Im Januar sind 189 Gesuche eingereicht worden, die 3852 Beschäftigte betroffen haben.
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