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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Freitag 13. März 2009
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Nach Mitte Oktober 2008 kann es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News kommen. Der Grund: Die vor zweieinhalb Jahren transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.



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PCB in den Fliessgewässern: Keine Fangverbote, aber Konsumempfehlungen

Zusätzliche Untersuchungen zeigen, dass die Fische in den Fliessgewässern des Kantons Bern generell nur geringe Belastungen mit dioxinähnlichem PCB aufweisen. Für den Konsum von leicht belasteten Barben und Bachforellen aus der Aare und der Saane erlässt der Kanton eine Konsumempfehlung.

pd/bns. Gestützt auf die neue Weisung des Bundes gibt der Kanton laut einer Medienmitteilung eine Konsumempfehlung für Fische aus den betroffenen Gewässern ab: «Personen unter 18 Jahren und Frauen im gebärfähigen Alter sollten künftig auf den Konsum von Barben aus der Aare zwischen Thun und Bielersee, der Alten Aare und der Saane sowie auf Bachforellen aus der Saane und der Birs verzichten. Kinder und Jugendliche reagieren generell empfindlicher als Erwachsene auf Fremdstoffe, weshalb für sie ein höherer Schutzgrad gilt. Frauen im gebärfähigen Alter sollten ebenfalls auf den Konsum verzichten, weil die Substanzen aus dem Körper der Frau auf ihre ungeborenen und besonders empfindlichen Kinder übergehen können. Der übrigen Bevökerung wird empfohlen, den Konsum der oben erwähnten Fische auf eine Portion pro Woche zu beschränken. Das Abgeben dieser beiden Fischarten aus den erwähnten Gewässern an Dritte bleibt weiterhin verboten. Für Äschen aus der Saane und dem Hagneckkanal und für Barben aus der unteren Sense (Thörishaus bis Laupen) lautet die Empfehlung, den Verzehr auf maximal eine Portion (150g, für Personen unter 18 Jahren und Frauen im gebärfähigen Alter), beziehungsweise auf maximal drei Portionen (400 Gramm, für die übrige Bevölkerung) zu beschränken.»

Im Herbst 2007 habe der Kanton Freiburg die Fischerei in der Saane zwischen den Staumauern von Rossens und Schiffenen untersagt, weil in mehreren Fischproben cPCB-Gehalte (dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle) festgestellt wurden, welche den europäischen Höchstgehalt überschritten», wird in der Medienmitteilung erinnert: «Die hierauf vom Kanton Bern veranlassten Fischuntersuchungen zeigten, dass Barben und Bachforellen in einigen bernischen Gewässern ebenfalls leicht erhöhte cPCB-Gehalte aufwiesen. Die zuständigen Fachstellen des Kantons Bern riefen daraufhin die Angelfischer im Frühjahr 2008 dazu auf, freiwillig auf den Fang und den Konsum von Barben aus der Saane und der Aare (vom Zufluss der Saane bis zur Mündung in den Bielersee) zu verzichten und bei Bachforellen aus der Saane und dem bernischen Teil der Birs zurückhaltend zu sein.»

Im Lauf des Jahres 2008 habe das Kantonale Laboratorium Fischproben des Fischereiinspektorats aus weiteren Fliessgewässern untersucht, verlautet im weiteren. Gleichzeitig hätten das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kantonen Empfehlungen für das Vorgehen bei hohen Konzentrationen von dioxinähnlichen PCB in Fischen erarbeitet: «Diese wurden im Januar 2009 veröffentlicht. Am 1. Januar 2009 wurde zudem die in der EU geltende Höchstkonzentration für die Summe von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB auch in der Schweiz als neuer Toleranzwert (8 pg/g Frischgewicht) eingeführt.»

Die 2008 im Kanton Bern zusätzlich untersuchten Fische enthielten mehrheitlich nur sehr geringe Spuren von dioxinähnlichem PCB, heisst es in der Medienmitteilung: «Alle Fische aus dem Oberland, dem Einzugsgebiet der Emme, der Worble, der Önz und der Schüss wiesen Werte auf, die deutlich unter dem Toleranzwert liegen. Einzig bei grösseren Barben aus der Aare zwischen Thuner- und Bielersee und der Alten Aare sowie bei einer grossen Bachforelle aus der Langeten wurden erhöhte Messwerte (max. 15,9 pg/g Frischgewicht) festgestellt. Der Durchschnittswert aller Forellen aus der Langeten liegt jedoch deutlich unter dem Toleranzwert. Alle gemessenen Werte liegen zudem sehr deutlich unter jenem Grenzwert, der Fangverbote erforderlich machen würde.»
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