| Spital in Saanenmöser: Auftakt zu einer Machbarkeitsstudie «In gestraffter Form und mit den bisherigen Angeboten» soll der Betrieb der Spitäler Zweisimmen und Saanen bis zur Realisierung eines Spitals in Saanenmöser weitergeführt werden. Bereits am vergangenen Donnerstag konnte laut einer Medienmitteilung der Spital STS AG mit der Machbarkeitsstudie für das für die Region als wichtig bezeichnete zentrale Spital Saanenmöser begonnen werden.
pd/bns. Dies sei möglich, nachdem sich alle sieben Gemeinden der Region Obersimmental-Saanenland dafür ausgesprochen hätten: «Die dafür eingesetzte Begleitgruppe soll den Prozess der Machbarkeitsstudie begleiten, überwachen und damit Vertrauen in der Bevölkerung schaffen.» Der Terminplan und das phasenweise Vorgehen seien an einer Startveranstaltung bestätigt worden: «So sollen möglichst früh die baurechtlichen Fragen geklärt werden, was Voraussetzung ist für die Einleitung des eigentlichen Baubewilligungsverfahrens. Im Rahmen der Machbarkeitstudie werden mehrere Standorte abgeklärt.»
Mit dem Ziel die Machbarkeitsstudie möglichst rasch voranzutreiben und den Spitalneubau auf den Saanenmösern zu realisieren, habe der Verwaltungsrat die Übergangsphase neu geregelt, verlautet im weiteren: «Während der zeitlich befristeten Übergangsphase wird die stationäre Versorgung von beiden Spitälern, Zweisimmen und Saanen, weiterhin gemeinsam und in gestraffter Form angeboten. Konkret heisst das für die beiden Standorte, dass in Saanen weiterhin Medizin, Chirurgie und Langzeitpflege angeboten werden und in Zweisimmen Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe und Langzeitpflege.» Die bereits im Januar eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen sollen nach Zeitplan weitergeführt werden: «Die Straffung des Akutspitalbetriebs an beiden Standorten erlaubt es, für die Langzeitbereiche bessere räumliche Bedingungen zu schaffen.»
Der Verwaltungsrat bringe mit dieser Übergangslösung «seinen Willen zur raschen Realisierung eines Neubaus auf den Saanenmösern klar zum Ausdruck». Gemeinsam mit dem Vorstand der Bergregion zeigt er sich in der Medienmitteilung überzeugt, «mit der lancierten Machbarkeitsstudie und der gewählten Übergangslösung die Grundlage für eine mittel- und langfristig tragbare und gute Spitalversorgung der Region geschaffen zu haben».
Projektorganisation
Seitens der Spital STS AG wurde laut der ;Medienmitteilung eine Projektorganisation eingesetzt. Spitaldirektor Christian Pfammatter habe die Gesamtverantwortung und Jean-Pierre Beuret (Gemeinderat Zweisimmen), Leiter Pflegedienst, sei der Projektleiter vor Ort. Peter Dolder, Vizepräsident, und Christoph Bangerter, Mitglied des Verwaltungsrates, begleiteten das Projekt im Sinne des strategischen Controllings im Verwaltungsrat: «Neben der beauftragten Infraconsult Bern und den erwähnten Vertretern der Spital STS AG ist die Begleitgruppe zusätzlich mit Vertretern der Bergregion, Erwin Walker, Co-Präsident Bergregion, Daniel Oberholzer, Amt für Gemeinden und Raumordnung, Aldo Kropf, Gemeindepräsident von Saanen, Heinz Brand, Gemeinderat Saanen, Claudio Schmidt, Bauverwalter Saanen, Niklaus Müller, Gemeinderat Zweisimmen, imd Andreas Grünig, Geschäftsführer Bergregion, zusammengesetzt.»
Alterswohnen STS AG
«Die angepasste Übergangslösung für die Akutversorgung im Obersimmental-Saanenland hat auch Auswirkungen auf die Angebote der Alterswohnen STS AG während dieser Übergangsphase», heisst es in einer weiteren Medienmitteilung. Auf die temporäre Verlegung der Bewohner des Langzeitbereichs Saanen nach Zweisimmen könne verzichtet werden, diese würden voraussichtlich direkt in den geplanten Neubau der Alterszentrum Saanen AG umziehen können: «Die Straffung des Spitalbetriebs an den beiden Standorten gewährleistet aber weiterhin die vorgesehene räumliche Entflechtung in den beiden Langzeitbereichen. Sowohl in Zweisimmen als auch in Saanen wird den Bewohnern mehr Raum angeboten werden können. Dies bedeutet, dass nur noch Zweier- und Einerzimmer angeboten werden und dass pro Wohngruppe ein Aufenthaltsbereich zur Verfügung stehen wird. In Saanen können, der grossen Nachfrage entsprechend, einige Betten mehr betrieben werden. Der Zeitplan für die Umsetzung der Übergangslösung bleibt unverändert.» Die veränderte Übergangslösung habe keinen Einfluss auf die längerfristigen Planungen der Alterswohnen STS AG mit der Erweiterung und der umfassenden baulichen Neugestaltung des Angebots in Zweisimmen.
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