| Erfreulicher Rechnungsabschluss 2008 der Stadt Thun
Die Rechnung 2008 der Stadt Thun schliesst bei einem Umsatz von 253 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 3,5 Millionen Franken ab, insbesondere infolge eines gegenüber dem Budget höheren Steuerertrages. Der Voranschlag rechnete mit einem Aufwandüberschuss von 2,5 Millionen Franken. Dennoch bleibt die finanzielle Lage der Stadt Thun angespannt.
pd/bns. Ausschlaggebend für das in einer Medienmitteilung als erfreulich bezeichnetee Ergebnis der Rechnung 2008 der Stadt Thun ist der Steuerertrag. Er ist mit 105 Millionen Franken um fünf Millionen Franken oder fünf Prozent höher als budgetiert. Davon entfallen vier Millionen Franken auf höhere Steuererträge von Firmen und eine Million Franken auf tiefere Steuerabschreibungen. Die Unternehmenssteuern erreichen mit zwölf Millionen Franken fast den doppelten Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. Die guten Rechnungsabschlüsse 2007 der Unternehmungen wirken sich positiv auf die Stadtrechnung aus. Der Steuerertrag von natürlichen Personen entspricht dem budgetierten Wert.
Günstigere Beiträge und Zinsen
Zum guten Ergebnis tragen auch bei: Tiefere Beiträge für die Lastenausgleichssysteme, höhere Mittel aus dem Finanzausgleich, kleinere Zinsbelastung und geringerer Aufwand für die Arbeitseinsatzprogramme.
Personalaufwand wie budgetiert
Der Personalaufwand liegt mit 51,4 Millionen Franken um 0,3 Millionen Franken oder 0,6 Prozent unter dem Voranschlag. Für bestehende Ferien- und Überzeitguthaben des Personals wird eine Rückstellung gebildet. Diese erfüllt die kantonale Empfehlung und den Wunsch der städtischen Budget- und Rechnungskommission.
Investitionen unter dem geplanten Ausmass
Die Investitionen betragen 14 Millionen Franken. Geplant waren Ausgaben von 20 Millionen Franken. Nicht im vorgesehenen Ausmass investiert wurde bei folgenden Vorhaben: Abfallsammelhof, Deponie Schluckhals, neues Feuerwehrmagazin und Ersatz der Parkplätze bei der Kirche Scherzligen.. – Das Rechnungsergebnis ermöglicht zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen. – Das Eigenkapital erhöht sich auf neun Millionen Franken. Dies entspricht 2,6 Prozent der Bilanzsumme und fast zwei Steueranlagezehnteln.
Keine Entspannung der finanziellen Lage
Trotz des erfreulichen Rechnungsergebnisses 2008 bleibt die finanzielle Lage der Stadt Thun angespannt. Der Gemeinderat beobachtet die Entwicklung des Finanz- und Lastenausgleiches sorgenvoll. Der Thuner Anteil an den Lastenausgleichsbereichen beträgt 48 Millionen Franken. Das sind 45 Prozent des Steuerertrages. Der wirtschaftliche Abschwung wird sich verzögert auch in der Stadtrechnung negativ auswirken. Neue Aufgaben müssen deshalb weiterhin sehr kritisch hinterfragt werden. Immerhin geht der Gemeinderat davon aus, dass der Steuerertrag im Jahr 2009 den budgetierten Wert erreicht. Dieser ist wegen der Auswirkungen der Steuergesetzrevision allerdings wesentlich tiefer als im Jahr 2008.
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