| Thun: «Torgemeinde» des Naturparks Thunersee-Hohgant Der Thuner Gemeinderat hat beschlossen, den geplanten Naturpark Thunersee-Hohgant während der ersten zehnjährigen Betriebsphase als «Torgemeinde» mit jährlich 10 000 Franken zu unterstützen.
Auch der Sigriswilergrat, das Justistal und das Niederhorn (von links nach rechts) gehören zum geplanten Naturpark Thunersee-Hohgant. Im Vordergrund der Thunersee. (Bild zvg)
pd/bns. Damit soll laut einer Medienmitteilung im Vorfeld der Abstimmungen der Parkgemeinden die Bedeutung des Naturparks für die Region unterstrichen werden: «Seit vier Jahren beteiligt sich die Stadt Thun aktiv am Aufbau des Naturparks Thunersee-Hohgant. Ein Park, der der Bevölkerung als nachhaltiger Erholungsraum und dem Tourismus als Anziehungspunkt dienen wird.» Der Naturpark Thunersee-Hohgant gehe in eine entscheidende Phase. Die 20 Park- und Torgemeinden stimmten in diesen Monaten über ihre Beteiligung am Naturpark und einen zehnjährigen Parkvertrag ab. Die Vergabe des Labels durch den Bund sei für Januar 2012 geplant: «Vorausgesetzt werden ein betriebsfähiges Projekt bis Januar 2011 mit Managementplan, gesicherter Trägerschaft und Finanzierung für die ersten zehn Betriebsjahre sowie eine funktionierende Geschäftsstelle.
Vom Nutzen für Stadt und Region
«Der Thunersee-Hohgant-Park liegt direkt vor den Toren der Stadt Thun» heisst es in der Medienmitteilung: «Er bietet einen einzigartigen, gut erreichbaren Naherholungs- und Ausgleichsraum für die Thuner Bevölkerung und wertet dadurch den Wohnstandort Thun entscheidend auf. Der Naturpark garantiert eine nachhaltige Entwicklung dieses Landschaftsraums und sichert ihn damit auch für kommende Generationen. Mit dem Naturpark wird aber auch das touristische Angebot der Stadt Thun bereichert, weil Naturpärke als Anziehungspunkte weit über die Region hinaus wirken. Naturpärke seien zudem ein wesentliches Element der Regionalförderung des Bundes. Die in die Naturparkentwicklung investierten Eigenmittel der Trägerschaft werden durch gleichwertige Beiträge des Bundes und des Kantons Bern praktisch verdreifacht. Damit wird in der Thunersee-Region ein wichtiger volkswirtschaftlicher Mehrwert generiert.
Beteiligung als «Torgemeinde»
Die interessanten Vorteile eines stadtnahen Naturparks haben den Gemeinderat bereits 2006 dazu bewogen, das Projekt während der Aufbauphase ideell und finanziell zu unterstützen – mit bisher vier jährlichen Beiträgen von 3700 Franken. In Zukunft wird sich die Stadt als ‹Torgemeinde› am Eingang zum Naturpark beteiligen, falls dieser definitiv zustande kommt. Damit will sich Thun langfristig engagieren und unter anderem die Finanzierung des Parks sichern. Die Stadt als Nachbar und Partner des Naturparks wird so gemäss Statuten des Vereins Thunersee-Hohgant gleichwertiges Mitglied in der Trägerschaft der Parkgemeinden.» Der Gemeinderat unterstreiche mit seinem Entscheid die Bedeutung des Naturparks und das Interesse der Stadt, an dessen Ausgestaltung mitzuwirken: «Im Vorfeld der Gemeindeabstimmungen der Parkgemeinden möchte er auch ein zusätzliches, positives Signal für das Projekt aussenden.» Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Verein Thunersee-Hohgant soll in einem Vertrag geregelt werden, welcher sich ab 1. Januar 2010 über zwölf Jahre bis 2021, dem Abschluss der ersten Betriebsphase, erstrecke: «Die Stadt leistet in diesem Zeitraum einen wiederkehrenden jährlichen Beitrag von 10 000 Franken an die Entwicklungskosten des Naturparks. Darüber hinaus kann sie sich in spezifischen Parkprojekten engagieren, welche interessante Synergien zu städtischen Aufgaben aufweisen. Denkbar ist zum Beispiel die Vermarktung von Naturparkprodukten in der Stadt zu unterstützen, den Kulturaustausch zwischen Stadt und Land oder den Besuch von Thuner Schulklassen im Naturpark im Rahmen der Umwelterziehung zu fördern.»
Der Regionstag vom vergangenen 15. August in Thun habe die Bedeutung der Zusammenarbeit von Stadt und Land für den Naturpark unterstrichen, wird im weiteren derinnert: «Mit der Beteiligung als ‹Torgemeinde› soll das bisherige Engagement der Stadt für den Naturpark erneuert werden. Der Gemeinderat betont aber auch, dass er die Verantwortung für die Entwicklung des Naturparks in erster Linie bei den Parkgemeinden sieht und von diesen das entsprechende Engagement voraussetzt.»
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