Schweinegrippe (H1N1): Aufruf zum Impfen
Gesundheits- und Fürsorgedirektor Regierungsrat Philippe Perrenoud ruft die gesamte bernische Bevölkerung auf, sich jetzt gegen die pandemische Grippe (H1N1) 2009 impfen zu lassen. Auch wenn der Virus akut nicht sehr gefährlich sei, blieben die zukünftigen Entwicklungen ungewiss und eine spätere Gefährdung der Bevölkerung könne nicht ausgeschlossen werden.
pd/bns. Auch im Kanton Bern breitet sich laut einer Medienmitteilung die Pandemie weiterhin aus. Diese Woche seien 133 neue Fälle bestätigt worden: «Sieben Personen mit laborbestätigter pandemischer Grippe mussten hospitalisiert werden.» Gesundheitsdirektor Perrenoud bezeichnet in seinem Aufruf die Impfung als sinnvoll und auch ein Akt der Verantwortung, «sowohl für sich selber als auch gegenüber der Gesellschaft». Die Impfung sei freiwillig und kostenlos. Personen aus den sogenannten Risikogruppen hätten weiterhin Vorrang: «Neben dem Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt gehören zu den Risikogruppen Personen, die beruflich Säuglinge unter sechs Monaten betreuen, Schwangere und Wöchnerinnen sowie Personen mit chronischen Krankheiten (Lungen-, Herz-, Stoffwechsel- und Nierenkrankheiten oder Immunschwäche), ferner alle Menschen im engen Kontakt mit einer solchen Risikoperson.» Den impfwilligen Personen wird geraten, folgende Hinweise zu berücksichtigen: Grundsätzlich keine Voranmeldung nötig; es kann aber Wartezeiten geben. Anreise möglichst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Den persönlichen Impfausweis unbedingt mitnehmen. Keine Impfung bei Fieber. Im Falle einer laufenden ärztlichen Behandlung sich beim behandelnden Arzt und nicht bei einer Impfstelle melden.
Am letzten Dienstag sei die laufende Impfkampagne – siehe auch Impfstellen bei den regionalen Spitalzentren vom Dienstag 24. November 2009 – auf alle impfwilligen Personen erweitert worden, wird in der Medienmitteilung erinnert. Der Kanton Bern verfüge heute über hohe Kapazitäten zur Impfung der gesamten Bevölkerung. «Dies dank dem Einsatz der und Hausärzte sowie der Öffnung von Impfstellen bei den regionalen Spitalzentren und einigen Hausärztenotfallstellen. Bisher wurden laut der Medienmitteilung dem Kanton Bern insgesamt rund 360 000 Dosen der drei Impfstoffe geliefert. Davon seien 110 000 Dosen an Arztpraxen, Betriebe und Institutionen weitergeleitet.
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