| Förderung des Elektroautos in den Alpen In der Passlandschaft rund um die Gotthardregion soll auch eine energieeffiziente und kohlendioxidfreie Elektromobilität gefördert werden: Bereits im nächsten Sommer sollen Touristen den Grimselpass mit Elektroautos überqueren können.
pd/bns. Nach Einschätzung von Max Ursin, Leiter Innovation bei den Kraftwerken Oberhasli AG (KWO) in Innertkirchen leiden die Alpen besonders unter dem enormen Öl-, Kohle- und Erdgasverbrauch der Weltbevölkerung: «Die Gletscher schmelzen und die Temperaturen und Niederschläge werden Kapriolen schlagen. Einen grossen Anteil an diesen unerwünschten und schnellen Veränderungen hat der Verbrennungsmotor.»
Elektromobilität sei voll im Trend, verlautet im weiteren. Bald jede grössere Agglomeration in der Schweiz verfolge ein Projekt in diese Richtung. Doch die technischen Anforderungen an ein Elektroauto seien bei einer Alpenüberquerung wesentlich grösser, als zum Beispiel in Zürich von einem Quartier ins andere zu rollen. Dessen seien sich auch die Initianten des Projektes «Elektromobilität in den Alpen» bewusst. Bereits vor einem halben Jahr hätten sich die Organisationen Progetto San Gottardo, Energieregion Goms und die Kraftwerke Oberhasli AG zusammengesetzt, um dieses als ehrgeizig bezeichnete Projekt zu realisieren. Die Devise: «Wer es über die Pässe schafft, der schafft es überall.» Nicht zuletzt darum hätten bereits einige Elektroautohersteller ihr Interesse am Projekt bekundet.
Mit der Pilotphase wird laut der Medienmitteilung im Sommer 2010 gestartet: «Für Fahrten über den Grimselpass bieten die Organisatoren zwischen dem Goms und dem Haslital Miet- und Probefahrten für Passanten, Feriengäste und E-Mobil-Interessierte an.» Unterstützt würden sie dabei von der Zentralbahn und der Matterhorn-Gotthardbahn: «An den Bahnhöfen in Meiringen und Oberwald stehen Parkplätze und Ladestationen zur Verfügung und am Schalter können die Schlüssel für die bereitstehenden Elektroautos entgegen genommen werden. Ist die Pilotphase erfolgreich, soll in den nächsten Jahren über die ganze Gotthardregion ein weitverzweigtes Netz von Standorten mit Elektroautos entstehen.»
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