| Flugplatz Meiringen: «Erwartungen klar nicht erfüllt» Der bei Gesprächen des regionalen Kontaktgremiums Flugplatz Meiringen mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) kürzlich vorgestellte Flugplan 2010 ist mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen worden: «Mit einer gleichen Sommerflugpause wie im Jahr 2009, jedoch mit total drei zusätzlichen Flugwochen mehr, wurden die Erwartungen der regionalen Vertreter im Kontaktgremium klar nicht erfüllt.»
pd/bns. Die Verhandlungsdelegation wird laut einer Medienmitteilung von den regionalen Vertretern beauftragt «nun die Verhandlungen noch intensiver fortzusetzen um eine langfristige Verbesserung der Situation in der Region spätestens ab Flugplan 2011 herbeizuführen». Laut Bundesrat Ueli Maurer müsste die Anzahl Flugbewegungen zwischen 4000 und 5000 liegen – diese Zahl sei nicht verhandelbar: «Der Bundesrat ist jedoch bereit, alles Vertretbare zu unternehmen, um die Auswirkungen des Lärm zu minimieren oder zu kompensieren.»
Der Flugplan 2010 sei mit sehr grosser Enttäuschung zur Kenntnis genommen worden, verlautet im weiteren: «Die Vertreter in der Region hatten sich eine Reduktion der Anzahl Flugbewegungen und eine grössere Sommerpause erhofft. Zwar werden wie im Jahr 2009 wieder acht Wochen Sommerpause gemacht. Die Gesamtzahl an Flugwochen wird jedoch mit drei Wochen grösser als im Vorjahr geplant. Einzelne Mitglieder des Kontaktgremiums haben den Flugplan 2010 unter Protest zur Kenntnis genommen und hinterfragen die zukünftige Form der Mitarbeit im Kontaktgremium.
Die Verhandlungsdelegation weist in ihrer Medienmitteilung auf die verschiedenen Handlungsfelder hin, welche mit Bundesrat Maurer, dem VBS-Generalsekretariat und der Luftwaffe diskutiert worden seien: «Das Zusammenspiel der einzelnen Themen ist sehr komplex und aufgrund des ausstehenden sicherheitspolitischen Berichtes sowie dem Entscheid zum Tiger-Teilersatz sind Aussagen für die zukünftige Entwicklung der Flugbewegungen auf dem Flugplatz Meiringen schwierig.» Bundesrat Maurer habe unmissverständlich darauf hingewiesen, dass er zukünftig aus wirtschaftlichen Gründen für einen Staffelstandort an 4000 bis 5000 Flugbewegungen jährlich festhalten müsse. Diese Zahl sollte jedoch auch zukünftig nicht überschritten werden und die jährlichen Bewegungen wohl eher bei 4000 als bei 5000 liegen. Maurer habe jedoch versichert, dass das VBS bereit sei, alles Vertretbare zu unternehmen, um die Auswirkungen des Lärms zu minimieren oder zu kompensieren.
Kontaktgremium. Regionale Behörden- und Interessenvertreter im Kontaktgremium: Die Gemeindepräsidenten von Meiringen, Brienz, Brienzwiler, Hofstetten, Oberried und Schwanden, die Regierungsstatthalterin von Oberhasli, der Bevölkerungsausschuss von Unterbach, die Interessengemeinschaft gegen Fluglärm in der Alpenregion, der Handwerker- und Gewerbeverein Oberhasli, der Verkehrsverein Hofstetten, das Schweizerische Freilichtmuseum für ländliche Kultur Ballenberg, der Umweltverein Schwanden, die Berner KMU Brienz, Haslital-Tourismus sowie der Verein Pro Flugplatz.
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