Zürcher Bataillon betreibt geheime Führungsanlagen
Das Hauptquartierbataillon 13 (HQ Bat 13) leistet im Oktober seinen Wiederholungskurs im Kandertal. Rund 750 Soldaten sind in Krattigen, Frutigen und Kandersteg stationiert, um eine geheime Führungsanlage der Armee während dieser Zeit zu betreiben.
pd/bns. Bei Katastrophen, Krisen und Konflikten müssen laut einer Medienmitteilung Landesregierung und Armeeführung die notwendigen Kräfte und Organisationen befehlen und
koordinieren können. Das Zürcher HQ Bat 13 betreibe hierzu militärische Führungsanlagen und stelle deren Betriebsbereitschaft während der Belegung durch militärische oder zivile Leitungsorgane sicher. Zum Auftrag des HQ Bat 13
gehöre entsprechend, dass der Zugang zur Anlage kontrolliert werde. Im Vordergrund stehe jedoch die Sicherheit der Belegschaft: «Evakuationsplanung, Wasser- und Brandbekämpfung ist das Kerngeschäft eines Hauptquartierbataillons in der Schweiz. Zudem müssen logistische Anforderung und Kommunikationsinfrastrukturen rund um die Anlage sichergestellt werden.
Bis zum Zweiten Weltkrieg seien die Hauptquartiere des Führungsstabs des Generals oder des Bundesrates in grösseren Hotels untergebracht worden, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Im Anschluss an die Reduitstrategie und den Ausbau der Gebirgsfestung wurden diese Führungsanlagen ins Alpenmassiv verlegt. Diese unterirdischen Kavernen genügten den Anforderungen des Kalten Krieges und der nuklearen Bedrohungslage jedoch nicht mehr. So setzte sich der Bundesrat seit den 1970er Jahren für eine Modernisierung der militärischen Führungsanlagen ein, die bis heute etwa durch das HQ Bat 13 betrieben werden.»
Standartenübernahme in Interlaken. Am Mittwoch 14. Oktober ab 18 Uhr findet in Interlaken auf der Höhematte vor dem Hotel Viktoria-Jungfrau die traditionelle Standartenübernahme des Hauptquartierbataillons 13 statt. Ein Militärspiel umrahmt diese öffentliche Veranstaltung. Der Bataillonskommandant Oberstleutnant Heinrich Hochuli spricht über die bevorstehende Dienstleistung zur Truppe.
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