Hundekolonie am Eigergletscher wird aufgelöst
Die Jungfraubahn löst ihre Hundekolonie am Eigergletscher Ende Jahr auf. Für die 16 Grönlandhunde wird ein neuer Platz gesucht. Was mit den Hundewärtern geschieht, ist nach ergänzenden Angaben des Bergbahnunternehmens noch offen: «Betroffen sind drei Personen, es handelt sich um 270 Stellenprozente.»
pd/bns. Die Hunde wurden laut einer Medienmitteilung für Schlittenfahrten auf dem Jungfraujoch eingesetzt, doch in den letzten Jahren sei die Nachfrage nach dem Angebot gesunken: «Von 2002 bis 2008 unternahmen lediglich 0,6 Prozent der Gäste, die das Jungfraujoch besuchten, eine Fahrt auf dem Schlitten.» Die Hundekolonie habe nicht kostendeckend betrieben werden können. Nun würden grössere Investitionen anfallen, um den Zwinger und die Behausung der Wärter zu erneuern.
Im Jahr 1913 habe die Jungfraubahn Samojedenhunde aus Schottland gekauft, die im Winter Lebensmittel und die Post von Wengen zum Eigergletscher transportieren sollten, wird im weiteren erinnert: «Die Samojeden waren jedoch zu leicht und zu wenig kräftig für die Aufgabe. Deshalb wurden Polarhunde aus Grönland angeschafft, die den Anforderungen besser gewachsen waren. Ab den dreissiger Jahren wurden die Hunde nur noch für touristische Zwecke genutzt.»
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