| Jungfraubahnen mit solidem Halbjahresergebnis Die Jungfraubahnen-Gruppe kann auf ein erfolgreiches erstes Semester 2009 zurückblicken. In einem schwierigen Umfeld hat sie ein solides Ergebnis erzielt. Mit 8,2 Millionen Franken liegt der Halbjahresgewinn trotz Finanz- und Wirtschaftskrise «nur» neun Prozent unter dem Rekordergebnis des Vorjahres.
Der Betriebsertrag beträgt 65,4 Millionen Franken und liegt damit lediglich 1,1 Millionen Franken unter jenem des Vorjahres. Die eingeleiteten Sparmassnahmen zeigen bereits erste Früchte. Insgesamt konnten die Betriebskosten um 1,7 Prozent reduziert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) von 10,9 Millionen Franken entspricht einer EBIT-Marge von 16,6 Prozent.
Krise und Schweinegrippe
Diese Ergebnisse werden in einer Medienmitteilung als «um so erfreulicher» bewertet, wenn die Rahmenbedingungen in die Beurteilung miteinbezogen würden: «Die Finanz- und Wirtschaftskrise, welche sich bereits im letzten Quartal 2008 spürbar negativ auf unsere Gästezahlen auf dem Jungfraujoch auswirkte, hat insbesondere in unseren beiden wichtigsten Asienmärkten Japan und Korea tiefe Spuren hinterlassen.» Seit April 2009 hemme die Schweinegrippe die Nachfrage aus weiten Teilen Asiens zusätzlich: «Aus diesen Gründen sind die Umsätze aus dem Gruppenreiseverkehr um über 40 Prozent eingebrochen.» Mit erfolgreichen Aktionen auf dem Heimmarkt und den Nahmärkten seien jedoch deutlich mehr Einzelreisende für einen Ausflug aufs Jungfraujoch gewonnen werden: «Insgesamt besuchten 268 800 Personen unser Premium-Ausflugsziel, das sind 11 000 Gäste mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres.» Auch das zweite wichtige Standbein, das Wintersportgeschäft, habe die Erwartungen erfüllt: «Trotz überdurchschnittlich vielen Ausfalltagen infolge starken Föhns resultierte der zweithöchste je erzielte Wintersportumsatz.»
Bei der Firstbahn wirkte sich laut der Medienmitteilung «neben den guten Auslastungszahlen im Winter vor allem der markante Ausbau des Erlebnisbergs First positiv aus»: Sowohl der «First-Flieger» als auch der Alpenspielplatz auf Bort, welche zusammen mit den bereits vor einigen Jahren eingeführten Trottibike-Fahrten das Erlebnisangebot prägten, erfreuten sich steigender Nachfrage. Erwartungsgemäss etwas schwächer als im Vorjahr seien die Frequenzen bei der Harderbahn im Jahr eins nach dem Hundertjahr-Jubiläum ausgefallen. Der Frequenzrückgang bei der Mürrenbahn sei darauf zurückzuführen, dass die Talabfahrt nach Lauterbrunnen sehr lange offen gewesen sei.
Erfolgreiches Aktienbezugsprogramm
68,8 Prozent der im Rahmen des Aktienbezugsprogramms ausgegebenen Bezugsrechte seien ausgeübt worden, geht aus der Medienmitteilung im weiteren hervor: «Somit konnten rund 2,5 Prozent Aktien aus dem Eigenbestand bei bisherigen Aktionären plaziert werden. Ab kommender Wintersaison kommen die im neuen Aktionärsklub vereinten Aktionäre mit mehr als 250 Aktien zu attraktiven Sonderangeboten. Die berechtigten Aktionäre werden demnächst mit separater Post informiert.»
Laufende Investitionsprojekte
«Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise investieren die Jungfraubahnen gezielt in zukunftsgerichtete Projekte mit hohem Kundennutzen», wird im weiteren ausgeführt: «Rechtzeitig auf die kommende Wintersaison kommen die Wintersportler in den Genuss einer weiteren Sechsersesselbahn.» Die Sesselbahn Eigernordwand verbinde neu die Station Arvengarten mit dem Eigergletscher und runde damit das Pistenkarussell Kleine Scheidegg–Eigergletscher–Lauberhorn ab. Gleichzeitig würden die Beschneiungsanlagen im Gebiet Kleine Scheidegg–Eigergletscher vervollständigt. Ebenfalls begonnen worden sei mit der Erneuerung der Produktionsanlagen im Kraftwerk Lütschental, wodurch die Stromproduktion ab dem Jahr 2011 um 50 Prozent erhöht werden soll.
Ausblick
Die Frequenzen Jungfraujoch an hätten bis und mit August lediglich 1,2 Prozent abgenommen, geht aus dem Bericht im weiteren hervor: «Im Gegensatz zum ersten Halbjahr haben wir in der Hochsaison auf weitere Aktionen verzichtet. Stattdessen haben wir unsere Marketingaktivitäten in unseren asiatischen Quellmärkten intensiviert. Wir verhalten uns bewusst antizyklisch, in der festen Überzeugung, unsere Marktposition mittelfristig weiter zu festigen und für den Aufschwung ab dem Jahr 2010 gerüstet zu sein.»
Mit der Lancierung und Unterstützung zahlreicher Events, welche die Verlängerung der Hochsaison zum Ziel haben, riefen sich die Jungfraubahnen immer wieder in ihren Nahmärkten nachhaltig in Erinnerung und verfolgten damit ihre Vision «Zehn Monate Hochsaison» konsequent, verlautet abschliessend, Bereits auf Hochtouren laufe die Planung für das Jubiläumsjahr hundert Jahre Jungfraubahn 2012: «Ein bunter Strauss von Jubiläumsaktivitäten wird weltweit für Aufmerksamkeit und eine markante Nachfragesteigerung sorgen. Zudem werden unsere Gäste auf dem frisch herausgeputzten Jungfraujoch herzlich empfangen.»
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