| Jungfrau-Meile: Wieder Chengere Tholossa Spannend ist an den Rennen des Freitagprogramms des 17. Jungfrau-Marathons die zu der Schweizer Eliteserie des Post-Cups zählende Jungfrau-Meile verlaufen. Gleich acht Männer konnten das 30-Sekunden-Handicap gegen die Frauen aufholen und mit dem Äthiopier Chengere Tholossa gewann derselbe Läufer wie schon im Vorjahr.
pd/bns. Zweiter wurde der aus Eritrea stammende Simon Tesfay und Dritter der Brite James Thie. Bester Schweizer war Philipp Bandi auf dem vierten Platz. Beste Frau war auf dem achten Platz Simret Restle aus Deutschland, beste Schweizerin wurde Luzia Schmid als zwanzigste. In diesem Jahr wurden die beiden Meilenrennen in der umgekehrten Laufrichtung als die vorangegangenen Rennen gelaufen beziehungsweise gefahren.
Besondere Beachtung, weil sie dieses Jahr das erste Mal im Programm aufgenommen worden sind, aber vor allem weil äusserst spannender und attraktiver Sport geboten wurde, fanden die Pararace-Rennen. Spektakulär war das Handbike-Ausscheidungsrennen über 16 Kilometer, das neben einem überlegenen Heinz Frei, auch spannende Kurvenszenen mit glimpflich ausgegangen Stürzen bot. An Spannung kaum zu überbieten war die Pararace-Meile, bei welcher Sandra Graf mit letztem Einsatz den 30 sec- Bonus gegen die heranbrausenden Marcel Hug und Heinz Frei verteidigen konnte.
Von den zweijährigen Knirpsen bis zum 69jährigen rüstigen Rentner war an den Rennen des Freitagprogramms fast jeder Jahrgang vertreten. Bei wechselhaften, ja manchmal gar misslichen äusseren Bedingungen traten Nachwuchs-, Freizeit- und Elitesportler, «Normale» und «Handicapierte» über Distanzen von 200 Meter bis 16 Kilometer zu spannenden Wettkämpfen an.
Insbesondere bei den Kinder und Jugendlichen auf den Rennen von 200 Meter bis zu einer Meile tauchte angesichts des gezeigten Einsatzes die Frage auf, weshalb die Schweiz in der Leichtathletik kaum mehr international erfolgreiche Athleten im Erwachsenenalter hervorbringt.
Jungfrau-Meile (27 Teilnehmer). 1. Chengere Tolossa, Äthiopien 4.06,47. 2. Simon Tesfay, Eritrea 4.07,03. 3. James Thie, Grossbritannien 4.08,45. 4. Philipp Bandi, Bern 4.08,93. 5. Mirco Zwahlen, Kloten 4.12,00. 6. Ali Hakimi, Schweiz 4.13,22. 7. Solomon Tesfamariam, Eritrea 4.14,45. 8. Simret Restle, Deutschland 4.14,56. 9. Rolf Rüfenacht, Schweiz 4.16,25. 10. Fabien Visinand, Lausanne 4.16,66. – Ferner die Oberländer: 18. Michel Brügger, Steffisburg 4.25,68. 22. Ursula Spielmann-Jeitziner, Spiez 4.34,48.
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