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Kandertal: Übernahme von zwei Postautobetrieben Die Betriebsführung der Postautolinien Frutigen–Reichenbach–Spiez und Reichenbach–Kiental–Griesalp wird per 13. Dezember 2009 in den postautoeigenen Betrieb in Aeschi integriert. Die Angestellten des bisherigen Postautounternehmers E. Portenier AG in Adelboden werden weiterbeschäftigt.
pd/bns. Die beiden bisher von der Portenier betriebenen Linien Frutigen–Reichenbach–Spiez und Reichenbach–Kiental–Griesalp werden laut einer Medienmitteilung mit dem Postautobetrieb Spiez mit Sitz in Aeschi bei Spiez zusammengelegt. Alle bisher bei Portenier angestellten Postauto-Fahrer sollen – falls sie es wünschen – im Betrieb Spiez angestellt und weiterbeschäftigt. Ebenso würden die bisher eingesetzten Fahrzeuge auf den beiden Linien weiterbetrieben.
Extreme Sommerspitze
Die Linie Reichenbach–Kiental–Griesalp weist laut der Medienmitteilung von der Nachfrage her eine extreme Sommerspitze auf: «Oft steigen an einem schönen Sommertag in Reichenbach 100 bis 200 Personen um 9.30 Uhr vom Zug auf das Postauto um.» Die Strasse zwischen Tschingel und Griesalp sei sehr schmal und steil (steilste Postautostrecke Europas), weshalb sie nur mit kleinen Spezialfahrzeugen mit rund 20 Plätzen befahren werden könne, während zwischen Reichenbach und Tschingel grössere Fahrzeuge mit bis zu 40 Sitzplätzen eingesetzt werden könnten: «Dies hat zur Folge, dass sehr oft Zusatzwagen eingesetzt werden müssen, was einen hohen und sehr flexiblen Personaleinsatz erfordert.»
Saisonal stark schwankender Personalbedarf
Im Winter belaufe sich der Personalbedarf auf dieser Linie während neun Monaten auf 180 Stellenprozent, in den drei Sommermonaten hingegen erhöhe sich der Bedarf auf rund fünf Vollzeitstellen, verlautet im weiteren: «Für einen kleinen Betrieb, wie es der bisher mit dem Betrieb der Linie beauftragten Postautounternehmer Jürg Portenier in Adelboden darstellt, ist es schwierig, während dieser Sommerspitze die arbeitsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere die Höchstarbeitszeiten der Fahrer, einzuhalten.»
Verbesserte Arbeitsbedingungen
Der Betrieb Spiez hat nach Angaben von Postauto Schweiz AG mit einem Personalbestand von künftig über 20 Fahrern bedeutend bessere Möglichkeiten, die hohen Zusatzleistungen in den Sommermonaten auf mehr Fahrer zu verteilen. Damit werde die Disposition einfacher und dem Fahrpersonal könne erträglichere Arbeitszeiten garantiert werden: Auf die Fahrgäste hat diese Änderung keinen Einfluss.»
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