Suldtalgespräche mit der Ruag und Bundesparlamentariern
Der Technologiekonzern Ruag hat mit Bundesparlamentariern des Berner Oberlandes und den Thuner Stadtbehörden an den diesjährigen Suldtalgesprächen Lage und Zukunft des Konzerns und seiner Thuner Industrieunternehmungen erörtert.
pd/bns. Im Zentrum des Interesses standen laut einer Medienmitteilung neben der allgemeinen Situation des Ruag-Konzerns die Entwicklung der Thuner Betriebe in den gegenwärtigen wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Zum ersten Mal war als Ruag-Konzernchef Lukas Braunschweiler dabei. Die Unternehmensvertreter orientierten ihre Gesprächspartner über die aktuelle Situation im Unternehmen und die mittelfristigen Geschäftsaussichten. Sie gestalteten sich derzeit bei den Thuner Betriebsgesellschaften aufgrund von Aufträgen aus den beschlossenen Rüstungsprogrammen sowie einer noch weiter erhöhten internationalen Konkurrenzfähigkeit insbesondere in den Bereichen der Kleinkalibermunition und der gepanzerten Fahrzeuge erfreulich: «Es sind denn selbst im laufenden Rezessionsjahr von Ruag in Thun wiederum rund 30xxxneue Arbeitsplätze geschaffen worden und es konnten von durch die starke weltweite Wirtschaftsflaute betroffenen ortsansässigen Exportunternehmungen die gleiche Anzahl Mitarbeiter als Temporärangestellte beschäftigt werden.»
Die Ruag unterstrich laut der Medienmitteilung «neben der nach wie vor hohen Bedeutung der Aufträge der Schweizer Armee vor allem auch die vitale Bedeutung des immer noch wachsenden Exportgeschäftes». Ohne die damit erzielten Umsatzanteile könnten viele Produktionslinien wie die als erfolgreich bezeichnete Kleinkalibermunitionsfabrikation in Thun aus betriebswirtschaftlichen Gründen in der Schweiz nicht mehr aufrechterhalten werden: «Grosse Aufmerksamkeit schenkt Ruag aber auch der Innovations- und Qualitätsförderung. Diese Anstrengungen haben zu zahlreichen, auf den internationalen Märkten bereits erfolgreichen oder erfolgversprechenden Produkteentwicklungen geführt. Daher zeigt sich die Konzernleitung optimistisch, dass sich die Ruag-Betriebe im Berner Oberland in den nächsten Jahren sehr zufriedenstellend behaupten werden.» Das gelte allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Exportgeschäft nicht durch die Annahme der Initiative für ein Kriegsmaterialausfuhrverbot gänzlich unterbunden oder durch eine noch weiter verschärfte Bewilligungspraxis zusätzlich erschwert werde.
Das vom Thuner Stadtpräsidenten Hansueli von Allmen geleitete Treffen führte laut der Medienmitteilung eine Delegation der Ruag-Unternehmensgruppe mit einer Abordnung der Thuner Stadtbehörden zu einem Informations- und Gedankenaustausch zusammen. Als Bundesparlamentarier nahmen die Thuner National- und Gemeinderätin Ursula Haller und die Nationalräte Adrian Amstutz, Walter Donzé und Hansruedi Wandfluh teil. Erstmals führte der neue Konzernchef Lukas Braunschweiler die Ruag-Delegation an, er hat die operative Leitung der Unternehmensgruppe im Juni dieses Jahres als Nachfolger von Toni Wicki übernommen.»
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