23 Automobilisten mit zu wenig Abstand
Die Kantonspolizei Bern hat erneut eine gezielte Aktion gegen zu geringen Abstand auf Autobahnen und Autostrassen durchgeführt. Dabei wurden 11 780 Überwachungskilometer zurückgelegt. 68 Fahrzeugführer werden wegen einem oder mehreren Delikten verzeigt.
pkb/bns. Ungenügender Abstand ist auf Autobahnen und Autostrassen im Kanton Bern Unfallursache Nummer 1. Die Kantonspolizei Bern hat deshalb laut einer Medienmitteilung nach einer gezielten Aktion im Frühling dieses Jahres in der Woche vom 9. bis 13. August erneut eine Aktion gegen fehlbare Fahrzeugführer durchgeführt. Insgesamt seien 23 Abstandsdelikte registriert worden: «Die kleinsten ausgewerteten Werte betrugen 0,42 und 0,43 Sekunden. Von den 23 Abstandsunterschreitungen lagen drei zeitliche Abstände unter 0,50 Sekunden. Zum Vergleich: Als Faustregel gilt der Zweisekunden-Abstand.»
Im Rahmen der Aktion wurden nach Angaben der Kantonspolizei zudem 31 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt: «14 Mal betrugen die Überschreitungen mehr als 30 Kilometer in der Stunde und die Fahrzeugführer müssen mit einem Ausweisentzug rechnen. Die Überschreitungen fanden sowohl im allgemeinen Geschwindigkeitsbereich als auch innerhalb der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 100, 80 und 60 Kilometer in der Stunde (Baustellenbereich) statt.»
Insgesamt wurden laut der Medienmitteilung acht Fahrzeugführer mit einem oder mehreren Rechtsüberholmanövern dokumentiert: «In einem Fall fand dieses Manöver über den Pannenstreifen statt. Schliesslich wurden sechs unvorsichtige Fahrstreifenwechsel mit Gefährdung erfasst. Während der Aktion wurden neben den bereits erwähnten Delikten noch weitere Delikte geahndet, dazu gehören unter anderem Fahren in übermüdetem Zustand, Missachten des Signals ‹Höchstbreite› und Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung.» Die Kantonspolizei Bern werde zukünftig weitere Schwerpunktaktionen durchführen: «Die speziell ausgerüsteten Fahrzeuge sind aber auch ausserhalb dieser Aktionen unterwegs.»
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