Schwächerer Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juli
Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im Juli 2010 mit 118 geringer zurückgegangen als in den drei Vormonaten, als der Rückgang jeweils zwischen rund 670 und 910 Personen pro Monat lag. Neu sind im Kanton Bern 13 378 Personen arbeitslos (Schweiz: –2143 auf 142 330 Personen). Die Arbeitslosenquote blieb auf 2,6 Prozent (Rückgang in der Schweiz von 3,7 auf 3,6 Prozent). Deutlich zurückgegangen sind die Gesuche zur Einführung von Kurzarbeit.
kkb/bns. Im Kanton Bern fiel Im Juli 2010 die Arbeitslosenzahl um 118 auf 13 378. Die Entwicklung verlief uneinheitlich. Wegen der Ausbildungsabgänger ohne Lehrstellen oder Arbeitsplätze stieg bei der Altersgruppe der 15- bis 24jährigen die Zahl um 178 deutlich auf 2304 an (Schüler und Studenten +68 auf 258, Lehrlinge +53 auf 298). Dagegen verzeichnete die Altersgruppe der 25- bis 49jährigen die stärkste Abnahme (–271 auf 7650 Personen) gefolgt von den über 50jährigen (–25 auf 3424 Personen).
Abnahmen verzeichneten weiterhin die Bereiche sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen mit dem Personalverleih (–131 auf 1124 Personen), das Baugewerbe (–92 auf 662 Personen) sowie das Gastgewerbe (–86 auf 1329 Personen). Wegen der beendeten Ausbildungen stiegen die Zahlen in Erziehung und Unterricht (+93 auf 533) sowie Gesundheits- und Sozialwesen (+59 auf 1160) an.
In sechs von zehn Verwaltungskreisen sank die Arbeitslosigkeit. Die höchste Quote verzeichnete der Verwaltungskreis Biel mit 4,4 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen mit 1,1 Prozent. – PDF-Tabelle der Arbeitslosigkeit im Kanton Bern Juli 2010 (19 kB)
Bei den Männern sank die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 282 (–3,8 Prozent) auf 7226, bei den Frauen stieg sie um 164 (+2,7 Prozent) auf 6152. Mit 9129 Personen waren 63 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern sank die Zahl um 181 auf 4249.
Von den 20 001 Stellensuchenden (–312 oder –1,5 Prozent) gingen 3522 Personen (+2) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 801 Personen (–119) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 307 (–114) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 17,6 Prozent (Vormonat 17,3) in einem Zwischenverdienst. 4,0 Prozent (Vormonat 4,5) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,5 Prozent (Vormonat 2,1) eine Weiterbildung.
Deutlich zurückgegangen sind im Juli die Gesuche für Kurzarbeit: 55 Gesuche, vorwiegend aus der Industrie, betrafen 921 Mitarbeiter. Im Juni waren 159 Gesuche mit 2815 Beschäftigten im Juni. |