Aufwertung des Naturraums an der Trift
Im Trifttal bei Gadmen sind die Landschaft im Umfeld der Wasserfassung in einen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und der Lebensraum für Tiere und Pflanzen aufgewertet worden. Es handelt sich dabei um ein Vorhaben im Programm der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) zur Landschaftspflege, das seit zehn Jahren läuft.
Rückbau von Mauerresten und Fundationen im Gebiet Underi Trift. (Bild zvg)
pd/bns. In den letzten zehn Jahren investierte laut einer Medienmitteilung die KWO rund 2,1 Millionen Franken in Landschaftspflegeprojekte. Auf rund 250 000 Franken beliefen sich die die Ende August abgeschlossenen Arbeiten an der Trift. «Aufgeräumt ist noch nicht renaturiert» – dieses Bewusstsein sei bei Gebirgsbaustellen erst in der nahen Vergangenheit gewachsen: «Deshalb wurden die Baufachleute der KWO nochmals bei der Wasserfassung Trift tätig. Seit Mitte Juni 2010 sind sie daran, die Umgebung der Fassung, wo früher grosse Bauinstallationen standen, der Natur wieder gänzlich zurückzugeben. Holz- und Metallreste wurden abtransportiert, Betonreste zerkleinert und vor Ort deponiert. Mit grossem Geschick haben Baggerführer die Jahrzehnte alten Spuren ausgelöscht.»
Unter ökologischer Begleitung
Der Biologe Roland Luder aus Thun begleitete nach Angaben der KWO die Arbeiten fachlich: «Dadurch wurde sichergestellt, dass die bestehenden Lebensräume von Pflanzen und Tieren von den Rückbauaktivitäten verschont bleiben und die neugestalteten Flächen das natürliche Leben bestmöglich wieder annehmen können.» Wie bei den früheren Projekten vor der Staumauer Oberaar, sowie im Bächlital und am Steinsee hätten sehr günstige Voraussetzungen für eine dynamische Revitalisierung der Naturräume geschaffen werden können: «Nach zehn Jahren hat die KWO einiges an Erfahrungen in der Landschaftspflege sammeln können. Bestehende Lebensräume von Flora und Fauna werden behutsam mit den rückgebauten Flächen vernetzt.» Roland Luder: «So wird die Landschaft ökologisch durchlässig. Optimal gelungen ist dies an der Trift mit der Überdeckung des Winterzugangs (betonierter Treppengang zwischen Wasserfassung und Bergstation der Triftbahn).» Mit dem Verschwinden dieser Barriere seien wertvolle Lebensräume neu zu einem Ganzen verbunden worden.
Die Wasserfassung Trift
«Das Tal des Triftwassers ist ein wildes, urwüchsiges Seitental des Gadmentals» verlautet im weiteren: «Das Triftwasser wird von der KWO im Gebiet Underi Trift für die Stromproduktion in den Kraftwerken Hopflauenen sowie Innertkirchen 1 und 2 gefasst. Die Wasserfassung wurde in mehreren Bauphasen zwischen den fünfziger und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts errichtet.» |