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Dienstag 24. August 2010
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Interlaken: Freiluftauführung der Verdi-Oper Nabucco

Bei lauem Sommerwetter ist am Montagabend im Park vor dem Schloss Interlaken vor rund 800 Zuschauern Verdis Freiheitsoper Nabucco ohne Regen als Freiluftveranstaltung über die Bühne gegangen. Die Oper in vier Akten wurde von internationalen Solisten von der Schlesischen Oper Bytom und über hundert Mitwirkenden in italienischer Originalsprache aufgeführt.

Der Oberpriester des Baal und Abigaille, die vermeintlich erstgeborenen Tochter Nebukadnezars II. (Nabucco), betrachten den am Boden liegenden Nabucco, dem ein Blitzstrahl die Krone vom Kopf gerissen hat. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

ds. Die Besetzung der Aufführung in Interlaken: Nabucco (Martin Bárta, Abigaille (Carola Reichenbach), Fenena (Monika Brychtová) Ismaele (Thomas Andersson) Zaccharias (Pavel Vancura) Gran Sacerdote (Oldrich Kriz), Abdallo (Dušan Růžička ) Anna (Jana Pokorná) Musikalische Leitung Martin Doubravský. Abgeschlossen wurde der Opernabend vor dem Schloss in Interlaken mit der Zugabe «Va pensiero, sull´ali dorate!» (Flieg, Gedanken, auf goldenen Schwingen!). Über 100 Mitwirkende erweckten das alte Babylon und den Freiheitskampf der Israeliten zum Leben. Dirigiert von Martin Doubravský erklang der Chor der Gefangenen, der zur heimlichen Hymne für den Freiheitskampf des italienischen Volkes im 19. Jahrhundert wurde.

Abigaille setzt sich unter den Augen des Oberpriesters des Baal selber die Krone auf.

Nabucco bedeutet laut der Internet-Enzyklopädie Wikipedia die Abkürzung von Nabucodonosor, der italienischen Namensform von Nebukadnezar. Nabucco sei der Titel einer Oper von Giuseppe Verdi, im Jahr 1841 komponiert und am 9. März 1842 im Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt. Das Libretto stamme von Temistocle Solera (1815 bis 1878): «Die Oper hat einerseits das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft zum Thema; andererseits steht die Hybris des Titelhelden im Zentrum, der sich selbst zum Gott machen will, daraufhin mit Wahnsinn geschlagen wird und erst durch seine Bekehrung zum Gott der Hebräer geheilt wird.» Open-Air-Produktionen bedeuten nach Einschätzung der Veranstalter für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssten sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies sei dem Ensemble in den vergangenen Open-Air-Aufführungen in ganz Europa hervorragend gelungen.

Der Hohepriester Zaccharias mit dem jüdischen Volk. Weitere Bilder in Dora Schmids Bildergalerie

Verantwortlich für die Aufführung in Interlaken zeichneten die deutschen Veranstalter Go 2, Convent GmbH aus Ludwigsburg. Nach Angaben des Projektleiters Kai Schwarzkopf würden im Jahr 200 bis 300 Veranstaltungen, auch im Bereich Kindertheater und Kindermusicals, durchgeführt. Seit ungefähr elf Jahren werde im Sommer den Zuschauer in Deutschland und dem näheren Europa auch Klassik geboten, darunter Verdis Freiheitsoper Nabucco mit dem weltberühmten Gefangenenchor. Diese sei der Renner und gelte als eigentliche Einsteigeroper. Seit sechs Jahren wechselten die Veranstalter täglich den Spielort derweil das Team für den Auf- und Abbau der Bühne im Laufe der Jahre routinierter und technisch besser geworden sei. Die Künstler kämen von der Schlesischen Oper Bytom, die als eigentliche Kaderschmiede in Polen gelte, jährlich über hundert Bewerbungen bekomme davon aber nur 20 Sänger einstellen könne. Aus den über 400 Sängern dieses Opernhauses, mit dem die Veranstalter zusammenarbeiten, könne man auch immer wieder Sänger, die von der künstlerischen Leiterin Melinda Thompson beobachtet werden und deren Stimme im Laufe von 50 Aufführungen zu stark beansprucht wurden, auswechseln.

Kai Schwarzkopf gab an einer Medienorientierung vor der Aufführung in Interlaken auch einen Einblick in die Logistik: Auf der zweimonatigen Tournee an 50 verschiedenen Orten in Deutschland, in der Schweiz, im Südtirol und im näheren Europa führen die Künstler in drei Reisebussen mit. Auf zwei grossen Sattelschleppern und zwei Siebeneinhalbtönnern würden das komplette Equipment wie die Bühne, alles für den Ton, Absperrgitter aber auch 1500 Stühle mitgebracht. Vormittags um neun Uhr werde abgeladen und aufgestellt, um 15 Uhr stehe alles, um 17 Uhr träfen die Künstler ein, um 18 Uhr werde die Kontrolle und Einstellung der Beschallungsanlage durchgeführt und um 20 Uhr beginne die Freiluftauführung. Nachts um ein Uhr früh sei alles abgebaut und aufgeräumt und die Fahrt zum nächsten Ort beginne. An den Aufführungsorten werde also nur noch Strom benötigt. Es sei jedoch jedes Mal eine grosse Herausforderung sich unterschiedlichen Umgebungen anzupassen. Gespielt werde bei jedem Wetter. Für den Spielort könne im Unterschied zum Opernhaus eine schöne Kulisse ausgesucht werden, die auch einen historischen und kulturellen Hintergrund biete. Die Oper sei im Jahr 2009 bereits einmal im Gwatt-Zentrum Thun aufgeführt worden.

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