Int. Dampfschiffregister

International Steamboat Register

Häsler Foto Video
Interlaken


Zentrum Artos – Ihr Ferien- und Seminarhotel
in Interlaken
Berner Oberland News – 15. Jahrgang
Sonntag 19. Dezember 2010
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Aktuelle Frontseite
In eigener Sache
Seit Mitte Oktober 2008 ist es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News gekommen. Der Grund: Die im Sommer 2006 transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.

Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 

Netz gegen Kinderporno

Seitenanfang

Pro Natura: «Den Wald nicht der Siedlung opfern»

Mit einem Gesetzesvorschlag zur Änderung des Waldgesetzes wird nach Auffassung der Naturschutzorganisation Pro Natura am Erfolgsmodell «Schweizer Waldpolitik» gerüttelt: Pro Natura wehre sich entschieden gegen eine Verkleinerung der Waldfläche im Mittelland – im Gegensatz zu Teilen der Berggebiete – und auch in alpinen Tourismusgebieten.

pd/bns. «In Berggebieten hingegen, wo die Waldfläche seit Jahren natürlicherweise zunimmt, befürwortet Pro Natura eine Lockerung des Aufforstungsgebotes bei Rodungen. Dort sollen neu auch ökologische Aufwertungen als Kompensation von Rodungen angerechnet werden können.» Weil die Waldfläche in Teilen des Berggebietes nach Angaben von Pro Natura seit Jahren anwächst, wolle der Gesetzesvorschlag den Waldflächenschutz gleich gesamtschweizerisch lockern: «Er lässt es zu, dass in der ganzen Schweiz Rodungen nicht mehr mit Aufforstungen kompensiert werden müssen.» Dagegen wehre sich Pro Natura entschieden. Wo der Wald natürlicherweise zunehme, seien ökologische Aufwertungen zum Beispiel von Waldrändern anstelle von Ersatzaufforstungen sinnvoll – nicht aber im Mittelland oder in alpinen Tourismusgebieten, wo der Wald mehr denn je unter enormem Siedlungsdruck stehe. Dort soll nach wie vor gelten: «Gerodete Waldflächen müssen in der Nähe wieder aufgeforstet werden.» Andernfalls würde eine Verdrängung des Waldes einsetzen.

Der Wald sei für Mensch und Natur in der Schweiz sehr wichtig, heisst es in der Medienmitteilung. Er diene als Lebens- und Erholungsraum, Schutzwald, Kohlendioxid- und Wasserspeicher sowie als Rohstoffproduzent: «Völlig zu Recht geniesst die Waldfläche daher seit über hundert Jahren einen strengen Schutz.» Eine Waldgesetzesänderung wolle nun dieses waldpolitische Erfolgsmodell aushebeln. Das Ende der Vernehmlassung zur Änderung des Waldgesetzes sei auf 15. Dezember 2010 angesetzt worden: «Für Pro Natura geht die vorgeschlagene Gesetzesänderung in einem Punkt entschieden zu weit und setzt in einem anderen Punkt am falschen Ort an.»

«Der Gesetzesentwurf möchte die Waldfläche künftig durch die Raumplanung bändigen», schreibt Pro Natura im weiteren: «Wo die Kantone dies wollen, sollen die kommunalen Nutzungspläne künftig flächendeckend festlegen, wo Wald sein soll und wo nicht.» Für Pro Natura sei dies der falsche Ansatz. Pro-Natura-Waldexperte Marcus Ulber: «Wenn das Wachstum des Waldes gebremst werden soll, geschieht dies nicht mit einem Strich in einem Plan, sondern mit dem gezielten Einsatz von Finanzmitteln, welche das Offenhalten von Flächen interessant machen.» Die Schweizer Raumplanung habe es bisher nicht geschafft, die Zunahme der Siedlungsfläche zu stoppen. Dieser gescheiterten Politik nun auch noch das Zepter über die Waldfläche in die Hand zu geben, werde dazu führen, dass Häuser und Strassen auch vor dem Wald nicht mehr Halt machen.

Berner Oberland News
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung
Aktuelle Frontseite
Seitenanfang
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Obdorfstrasse 279 A, 3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41(0)33 821 10 60 / Mobiles +41(0)79 427 45 78 und Dora Schmid +41(0)79 645 27 11 / Postcheckkonto 40-71882-7
Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

 
'