Arbeitslosigkeit im Januar weiter gestiegen
Die bernische Arbeitslosenquote hat sich im Januar 2010 von 3,2 auf 3,3 Prozent (Schweiz: von 4,4 auf 4,5 Prozent) erhöht. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 361 auf 17 072 (Schweiz +3025 auf 175 765).
kkb/bns. Die Jugendarbeitslosigkeit im Kanton Bern ging laut einer Medienmitteilung leicht zurück. Die Zahl der Stellensuchenden sank im Januar um 55 auf 23 400. 182 Gesuche zur Einführung von Kurzarbeit betrafen 2349 Beschäftigte (Dezember 324 Gesuche für 5208 Beschäftigte). Aufgrund der Wintersaison sanken die Zahlen im Gastgewerbe (–22 auf 1826 Personen) und in den Tourismusgebieten des Berner Oberlandes. Saisonale Zunahmen verzeichneten das Baugewerbe (+163 auf 1459 Personen) und wirtschaftliche Dienstleistungen (Personalverleih, +94 auf 2190 Personen). In sechs von zehn Verwaltungskreisen stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Verwaltungskreis Biel mit 5,6 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen mit 1,6 Prozent. – Tabelle Arbeitslosigkeit im Kanton Bern im Januar 2010 (PDF, 68 kB).
Im Januar fiel die Zunahme der Arbeitslosenquote geringer aus als im Dezember 2009, was dem Verlauf der letzten Jahre entspricht. Die Arbeitslosenzahl stieg im Januar um 361 auf 17 072. Die stärkste Zunahme verzeichnete die Altersgruppe von 25 bis 49 Jahren (+256 auf 10 078 Personen) gefolgt von den über 50jährigen (+62 auf 3810 Personen). Bei den 15- bis 24jährigen stieg die Zahl um 43 auf 3184. Einzig bei der Jugendarbeitslosigkeit war ein Rückgang zu verzeichnen (Schüler und Studenten –23 auf 255, Lehrlinge –10 auf 368 Personen).
Bei den Männern stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 264 (+2,6 Prozent) auf 10 251, bei den Frauen um 97 (+1,4 Prozent) auf 6821. Mit 10 977 Personen waren 146 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern stieg die Zahl um 215 auf 6095.
Von den 23 400 Stellensuchenden (–55 oder –0,2 Prozent) gingen 3063 Personen (–86) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 841 Personen (+37) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 329 (+51) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 13,1 Prozent (Vormonat 13,4) in einem Zwischenverdienst. 3,6 Prozent (Vormonat 3,4) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,4 Prozent (Vormonat 1,2) eine Weiterbildung.
182 Gesuche zur Kurzarbeit, vorwiegend aus Industrie und Baugewerbe, betrafen 2349 Mitarbeiter gegenüber 324 Gesuchen für 5208 Beschäftigte im Dezember. |