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Berner Oberland News – 15. Jahrgang
Mittwoch 10. Februar 2010
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Regierungsrätliche Aussprache mit Simmentaler Delegation

An einem Treffen mit einer regierungsrätlichen Delegation in Zweisimmen ist auf Wunsch der Vertreter des Simmentals über die geplante Spitalschliessung in Zweisimmen, den dringenden Ausbau der Simmentalstrasse, den geplanten Verkauf des Schlosses Blankenburg und dessen Nutzung als Zeremonie- und Traulokal diskutiert worden.

Am 9. Februar 2010 haben sich laut einer Medienmitteilung Regierungspräsident Hans-Jürg Käser, Regierungsrat Philippe Perrenoud und Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer mit einer Delegation aus der Region Simmental getroffen, um sich über die Sorgen der Bevölkerung zur Entwicklung in der Region auszusprechen.

In einem Brief an den Regierungsrat des Kantons Bern habe Grossrat Hans-Jörg Pfister die Sorgen der Simmentaler Bevölkerung über die Politik des Kantons ausgedrückt, wird in der Medienmitteilung erinnert: Durch die geplante Schliessung des Spitals Zweisimmen, die Schliessung der Gewerbeschule Zweisimmen, die Verlegung des Regierungsstatthalteramtes nach Saanen im Zuge der Verwaltungsreform werde die Region Simmental wirtschaftlich geschwächt. Die Simmentaler fühlten sich von Bern nicht ernst genommen und das Tal drohe ausgeblutet zu werden.

Die traktandierten Themen der Aussprache hätten den Wünschen der Vertreter des Simmentals entsprochen: «Schwerpunkte der Diskussion waren die medizinische Versorgung Simmental-Saanenland in Verbindung mit der geplanten Schliessung des Spitals Zweisimmen, die Rolle des Verwaltungsrates und die Wahl des Direktors der Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland AG, der Ausbau der Simmentalstrasse sowie die zweite Bauetappe Laubegg. Ebenfalls zur Sprache kam der geplante Verkauf des Schlosses Blankenburg und dessen Nutzung als Zeremonie- und Traulokal.» Die Regierungsdelegation werde nun dem Gesamtregierungsrat über die Ergebnisse der Aussprache berichten. Bevor bei den diskutierten Themen nächste Schritte unternommen würden, werde die Regierung selbstverständlich auch das Gespräch mit Vertretern der anderen zuständigen Organe führen.

Ein grosser Teil der offenen Aussprache drehte sich laut der Medienmitteilung um die Frage der Spitalversorgung in der Region: «Beide Seiten betonten, dass vor dem Jahr 2012 ein Bauprojekt erarbeitet werden muss.» Die Delegation des Regierungsrats habe den Vertretern der Region zugesichert, dass sie so rasch wie möglich und mit hoher Priorität auch das Gespräch mit den Verantwortlichen des Verwaltungsrates der Spital STS AG führen werde: «Aufgrund der heute verfahrenen Situation ist aus Sicht der Regierungsdelegation eine Lösung nur möglich, wenn sich alle Betroffenen mit Unterstützung der Regierung gemeinsam an einen Tisch setzen, um die Versorgungs- und Standortfrage offen zu erörtern.»

Eine mögliche Lösung zeichne sich für das Schloss Blankenburg ab, verlautet im weiteren: «Unter der Voraussetzung, dass eine vom Kanton unabhängige Trägerschaft für das Bewirtschaften des historischen Gebäudes gefunden wird, kann das Schloss allenfalls künftig als Zeremonienlokal ausserhalb der Zivilstandsämter dienen.»
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