Kapitalerhöhung für Vergärungs- und Restholzheizanlage
Die Aktionäre der Oberland Energie AG mit Sitz in Thun, die Abfallverwertung Thun AG (Avag) und die BKW FMB Energie AG haben im Hinblick auf die Realisierung einer Trockenvergärungsanlage zur Strom- und Wärmeerzeugung und einer Restholzheizanlage zur Wärmeproduktion in Spiez etappenweise eine Kapitalerhöhung von 100 000 auf insgesamt 9,1 Millionen Franken beschlossen.
pd/bns. Die Kapitalerhöhung wird laut einer Medienmitteilung von den Partnern anteilsmässig getragen: «Die Avag hält 51, die BKW 49 Prozent der Aktien der Oberland Energie.» Im Hinblick auf die Realisierung des Biomasse-Kraftwerks soll das Aktienkapital in einem ersten Schritt auf 5,1 Millionen Franken erhöht werden: «Mit dem im Frühjahr 2010 erwarteten Bauentscheid für die Restholzheizanlage wird das Kapital um weitere vier auf 9,1 Millionen Franken angehoben werden.» Der Standort für die beiden Projekte befinde sich auf dem Areal Schluckhals in der Gemeinde Spiez, auf dem bereits seit über 20 Jahren eine Kompostieranlage stehe.
Die Trockenvergärungsanlage soll laut der Medienmitteilung voraussichtlich rund 20 000 Tonnen Grüngut pro Jahr verarbeiten, diejenige des Holzheizwerks zirka 14 000 Tonnen Grobholz. Die beiden Anlagen würden insgesamt rund 3000 Megawattstunden (MWh) Strom, zirka 2000 MWh Warmwasser und rund 28 000 MWh Dampf erzeugen. Der Strom werde ins lokale Elektrizitätsnetz eingespeist und die Wärme über entsprechende Dampfleitungen an umliegende Industriekunden abgegeben. Vorerst sollen die Nitrochemie in Wimmis und das ABC-Zentrum in Spiez Energie beziehen. Weitere Kunden könnten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Die Baueingabe für die Holzheizanlage sei am 22. Januar 2010 eingereicht worden: «Bis voraussichtlich Ende 2010 werden beide Anlagen ihren Betrieb aufgenommen haben.»
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