Arbeitslosigkeit im Kanton Ende 2009 auf 3,2 Prozent gestiegen
Die bernische Arbeitslosenquote hat sich im Dezember 2009 um von 3,0 auf 3,2 Prozent (Schweiz: von 4,2 auf 4,4 Prozent) erhöht. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 1268 auf 16 711 (Schweiz: +8790 auf 172 740).
pd/bns. Stabil blieb laut einer Medienmitteilung einzig die Jugendarbeitslosigkeit. Im Jahresmittel 2009 waren im Kanton Bern 13 817 Personen als arbeitslos gemeldet (Vorjahr 9161). Die Arbeitslosenquote 2009 lag bei 2,6 Prozent (Vorjahr 1,8). Die Zahl der Stellensuchenden stieg im Dezember 2009 um 1140 auf 23 455. 324 Gesuche zur Einführung von Kurzarbeit betrafen 5208 Beschäftigte.
Die Arbeitslosenzahl stieg im Dezember auf 16 711 Personen an. Die stärkste Zunahme verzeichnete die Altersgruppe von 25 bis 49 Jahren (+801 auf 9822 Personen) gefolgt von den über 50jährigen (+370 auf 3748 Personen). Bei den 15- bis 24jährigen stieg die Zahl um 97 auf 3141. Einzig bei der Jugendarbeitslosigkeit war ein Rückgang zu verzeichnen (Schüler und Studenten –15 auf 278, Lehrlinge –18 auf 378 Personen).
In acht von zehn Verwaltungskreisen stieg die Zahl der Arbeitslosen. Am höchsten war die Quote im Verwaltungskreis Biel mit 5,4 Prozent. Die niedrigste Quote verzeichnete der Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen mit 1,7 Prozent. – Arbeitslosigkeit im Kanton Bern. – Tabelle nach Verwaltungskreisen (Dezember 2009) (PDF, 14 kB).
Von den 23 455 Stellensuchenden (+1140 oder +5,1 Prozent) gingen 3149 Personen (–11) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 804 Personen (–49) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 278 (–55) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 13,4 Prozent (Vormonat 14,2) in einem Zwischenverdienst. 3,4 Prozent (Vormonat 3,8) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,2 Prozent (Vormonat 1,5) eine Weiterbildung.
Saisonale und konjunkturelle Einflüsse sowie ein grosser Konkursfall haben das Ergebnis geprägt. Im Gastgewerbe (–251 auf 1848 Personen) und in den Tourismusgebieten des Berner Oberlandes erfolgten Abnahmen wegen der beginnenden Wintersaison. Saisonale Zunahmen verzeichneten das Baugewerbe (+361 auf 1296 Personen) und wirtschaftliche Dienstleistungen (Personalverleih, +460 auf 2096 Personen) sowie, konjunkturell bedingt, die Maschinen- und Elektroindustrie (+96 auf 2226). Ein Konkurs verdoppelte die Zahl der Arbeitslosen im Papier- und Druckgewerbe (+220 auf 450 Personen).
324 Gesuche zur Kurzarbeit, vorwiegend aus Industrie und Baugewerbe, betrafen 5208 Mitarbeiter gegenüber 4467 Beschäftigten im November.
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