«Wirtschaftsraum Thun» will Bypass Thun-Nord
Für die zwölf im «Wirtschaftsraum Thun» zusammengeschlossenen Gemeinden ist ein Bypass Thun-Nord – die grossräumige Umfahrung der Stadt Thun – eines der Schlüsselprojekte, welches sicherstellen soll, dass die Agglomeration Thun im Wettbewerb um gute Arbeitsplätze und Wohnraum mit anderen Städten mithalten könne.
Das Leitungsgremium des «Wirtschaftsraums Thun» (WRT) hat laut einer Medienmitteilung vom Projektstand Kenntnis genommen und stelle sich dezidiert hinter den Bypass. Ende 2010 soll die Überbauungsordnung für den Bypass öffentlich aufgelegt werden: «Dieser stellt das Herzstück des Agglomerationsprogramms Thun dar.»
«Gute Erschliessung entscheidend»
Die Agglomeration Thun verzeichnete laut der Medienmitteilung in den letzten 20 Jahren ein beträchtliches Bevölkerungswachstum und sei heute der am zweitschnellsten wachsende Wirtschaftsraum des Kantons Bern: «Für Unternehmen auf Standortsuche erweisen sich die attraktive Lage, die hohe Lebensqualität, das breite Bildungsangebot und die gute Erschliessung mit Schiene und Strasse als sehr entscheidende Standortfaktoren.»
«Aus der Sicht des WRT werden allerdings die prekären Verkehrsverhältnisse in der Innenstadt und auf diversen Zufahrtsachsen zunehmend zu einem Handicap», verlautet dazu: «Das Agglomerationsprogramm Thun wird mit Förderung des öffentlichen und des Langsamverkehrs und mit dem Bypass Thun-Nord die Verkehrsprobleme deutlich entschärfen.» Der Bypass Thun-Nord liege deshalb längst nicht nur im Interesse der Standortgemeinden Thun und Steffisburg. Die neue Aarequerung erlaube die Umfahrung der Innenstadt und verbessere damit die Erreichbarkeit zwischen den meisten Agglomerationsgemeinden, was dem Werk- und Pendlerverkehr in der ganzen Agglomeration spürbar Erleichterung verschaffen werde. Ausserdem erhöhe der Bypass dank der direkten Anbindung an die Autobahn A6 die Attraktivität wichtiger Entwicklungsgebiete der Agglomeration, namentlich des Entwicklungsschwerpunktes Thun-Nord/Steffisburg, der bereits heute wichtigster Arbeitsplatzstandort in der Region sei.
«Nachteile möglichst klein halten»
Die zwölf WRT-Gemeinden hätten Verständnis dafür, «dass die neuen Strassen und die damit verbundene Verkehrsumlagerung in Thun und Steffisburg da und dort Widerstand auslösen», wird in der Medienmitteilung eingeräumt: «Aus Sicht der Wirtschaftsentwicklung der Agglomeration Thun ist der Bypass aber ein entscheidendes und unverzichtbares Projekt. Es gilt, die Nachteile einzelner Betroffener durch Projektoptimierungen möglichst klein zu halten. Letztlich sind diese aber im Hinblick auf das grosse übergeordnete Interesse zu akzeptieren.»
«Wirtschaftsraum Thun»
Der «Wirtschaftsraum Thun» bestehe aus den zwölf Gemeinden Heimberg, Hilterfingen, Oberhofen, Seftigen, Sigriswil, Spiez, Steffisburg, Thierachern, Thun, Uetendorf, Uttigen, Wattenwil und dem Verein Regionale Wirtschaftskoordination wird im weiteren erinnert: Der WRT bezwecke die gemeinsame Wirtschaftsförderung und Standortpromotion und koordiniere die Agglomerationspolitik im Raum Thun.
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