Lawinenunglück im Diemtigtal: Drei Vermisste tot geborgen
Nach Wiederaufnahme der Suche nach drei am Sonntag im Gebiet Chummli im Diemtigtal von einer Lawine verschütteten Vermissten sind am Dienstag kurz vor Mittag drei Personen tot geborgen werden. Damit erhöht sich die Zahl der bei den beiden Lawinenniedergängen ums Leben gekommenen Personen auf sieben.
pkb/bns. Zu den vier Todesopfern kommen laut einer Medienmitteilung drei weitere hinzu: «Heute Dienstag, um etwa 11.40 Uhr fanden die Rettungskräfte im Lawinenkegel drei tote Personen.» Die Suche sei kurz zuvor von rund 60 Personen (Mitgliedern der SAC-Rettungsstationen im Berner Oberland und Gebirgsspezialisten der Armee) wieder aufgenommen worden. Durch den Einsatz des Recco-Gerätes konnten nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei ein Signal empfangen und darauf mit Sondierstangen die Verschütteten lokalisiert werden: «Zwei Männer und eine Frau konnten nur noch tot geborgen werden. Die Todesopfer wurden ins Institut für Rechtsmedizin zur Identifikation verbracht.»
Bis am Dienstagmittag konnten laut der Medienmitteilung mit einer Ausnahme alle beim Lawinenunglück verletzten Personen wieder aus den Spitälern entlassen werden. Zudem habe das vierte Todesopfer identifiziert werden können: «Es handelt sich dabei um einen 48jährigen Schweizer, der als freiwilliger Retter nach dem ersten Lawinenniedergang im Einsatz gestanden war. Er gehörte der Skitourengruppe des Skiklubs Rubigen an.»
Am Sonntag 3. Januar 2010, kurz vor 11.30 Uhr – siehe auch Drei von bisher vier Lawinentoten identifiziert vom Montag 4. Januar 2010 – hatte eine Lawine im Gebiet Chummli im Diemtigtal mehrere Tourenskifahrer erfasst, wird in der Medienmitteilung von heute Dienstagnachmittag erinnert: «Kurz nachdem die Rettungsflugwacht einen Not fallarzt eingeflogen und diesen abgesetzt hatte, löste sich eine zweite Lawine und verschüttete den Notfallarzt und weitere Personen, die dabei waren, einen von der ersten Lawine verschütteten Mann zu bergen.» Ein Grossaufgebot an rund 100 Rettungskräften und insgesamt acht Helikoptern habe dann acht Verletzte geborgen und sie zum Teil in kritischem Zustand in Spitäler gebracht: «Eine Person musste bereits tot geborgen werden. Im Verlauf des Nachmittags starben zwei der Schwerverletzten im Spital, darunter der Rettungsflugwachtarzt. Im Verlauf des Abends starb ein weiterer Mann.»
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