Ordnungsbussen und Anzeigen auf Rekordhöhe
Noch nie sind im Kanton Bern derart viele Verkehrswiderhandlungen wegen Überschreitens der erlaubten Höchstgeschwindigkeit geahndet worden: Im Jahr 2009 stellte die Kantonspolizei Bern bei Geschwindigkeitskontrollen 254 102 Ordnungsbussen und 8701 Verzeigungen aus.
pkb/bns. Die höchsten Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden laut einer Medienmitteilung im Jahr 2009 wie folgt registriert: Innerorts 82 statt der erlaubten 30 Kilometer in der Stunde, innerorts 131 statt der erlaubten 50 Kilometer in der Stunde, ausserorts 183 statt der erlaubten 80 Kilometer in der Stunde und auf Autobahnen 239 statt der erlaubten 120 Kilometer in der Stunde,
Im Jahr 2009 sind nach Angaben der Kantonspolizei Bern während insgesamt 5913 Stunden (Vorjahr 4413) mobile Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt worden: «Dabei wurden 1 643 334 (Vorjahr 1 200 112) Fahrzeuge kontrolliert. Aus diesen Kontrollen resultierten 144 847 (Vorjahr 93 058) Ordnungsbussen und 5625 (Vorjahr 4481) Anzeigen. Dies ergibt insgesamt 150 472 Verkehrswiderhandlungen (Vorjahr 97 539).»
Durch die Inbetriebnahme von je zwei automatischen Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen in Muri und Worben sei auch im Bereich der Fixanlagen die Zahl der festgestellten Verkehrswiderhandlungen gestiegen, heisst es in der Medienmitteilung: «So wurden im vergangenen Jahr 109 255 (Vorjahr 105 590) Ordnungsbussen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgesprochen. In 3076 Fällen (Vorjahr 3946) kam es zur Anzeige. Alles in allem wurden mit Fixanlagen 112 331 (Vorjahr 109 536) Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt.»
Die Wahl der Messstandorte habe sich auch im letzten Jahr insbesondere nach folgenden Kriterien gerichtet, verlautet im weiteren: Unfallgeschehen, Unfallstatistik, kritische Stellen im Bereich von Kindergärten, Schulen, Altersheimen und so weiter sowie Anliegen der Behörden und Institutionen: «Dadurch entfielen zirka zwei Drittel aller Messstunden der mobilen Geschwindigkeitskontrollen auf den Innerortsbereich. Ein weiteres besonderes Augenmerk wurde auf kritische Autobahn- und Ausserortsstrecken gelegt.»
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